In Belgien Arbeit zu finden muss nicht unbedingt so schwierig sein, wie man aufgrund der Statistiken annehmen könnte, aber es erfordert einen gewissen Grad an Erfahrung, etliche Qualifikationen, viel Ausdauer und mehr als nur ein bisschen Glück!
Wenn Sie EU-Bürger sind, haben Sie durch die sogenannten „Vier Freiheiten“ der EU bereits eine Arbeitserlaubnis. Sobald Sie eine Arbeit gefunden haben, melden Sie sich bei der zuständigen Behörde und geben Ihre Adresse an. Daraufhin wird Ihnen automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung gewährt.
Nicht-EU-Bürger, die keine automatische Arbeitserlaubnis in Belgien haben, werden es viel schwerer haben, da jeder potentielle Arbeitgeber beim zuständigen Arbeitsamt eine Erlaubnis einholen muss, damit er einen Nicht-EU-Bürger einstellen darf.
In ganz Belgien gibt es eine große Zahl an Ausländern, welche in Wirklichkeit wahrscheinlich noch viel höher liegt als die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Ein Grund dafür sind die vielen Ausländer, die für internationale Organisationen (besonders in und um Brüssel) arbeiten und oft nicht als Einwohner gezählt werden.
Belgien meldet ungefähr 9% Ausländer in der Bevölkerung. Wie in weiten Teilen Europas gilt die illegale Einwanderung als großes Problem, wobei die Nutzung der belgischen Häfen, um illegale Einwanderer nach Großbritannien zu schmuggeln, weit verbreitet ist. Wie auch andere europäische Länder hat Belgien in den letzten Jahren die Einwanderungsgesetze verschärft, und zwar sowohl um die Rechte der einheimischen Staatsbürger in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit zu schützen, als auch um den Menschenhandel mit Wirtschaftsflüchtlingen einzudämmen.
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