Arbeitsmarkt

Jobchancen für Ausländer in Frankreich

Wie in den meisten europäischen Ländern ist auch in Frankreich die Mehrzahl der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor tätig. Von den verbleibenden Arbeitskräften arbeiten 27% in der Industrie und 5% in der Landwirtschaft.

Insgesamt arbeiten in Frankreich rund 700.000 ausländische EU-Bürger und 800.000 Einwanderer aus Drittstaaten. 44% der Arbeitnehmer sind Frauen.

Die Arbeitslosenquote schwankt zwischen 9 und 11% (mit etwa 4% Langzeitarbeitslosen). Die strukturelle Arbeitslosigkeit ist vorwiegend auf den Strukturwandel in vielen Industriebranchen zurückzuführen, die vor allem aufgrund der hohen Arbeitskosten international nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

Tarifsystem und Arbeitszeiten

Das französische Sozialversicherungssystem ist sehr gut ausgebaut und wird vor allem durch hohe Steuern finanziert. Zudem gibt es eine Reihe von staatlichen Feiertagen und Mindestlöhnen. In vielen Organisationen (vor allem im öffentlichen Sektor) erschwert das Machtverhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern Veränderungen, vor allem wenn es um einen Stellenabbau geht. Obwohl die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder in Frankreich in den vergangenen Jahren stark gesunken ist, sind die französischen Arbeitnehmer immer noch für Ihre Streikbereitschaft bekannt und gefürchtet. Dies führt zu einem starren Arbeitsmarkt, der nur sehr langsam auf äußere Veränderungen reagiert.

Vor einigen Jahren wurde in Frankreich die 35-Stunden-Woche eingeführt, die derzeit in einigen Branchen unter Unternehmenstypen vorgeschrieben ist. Es scheint aber, als ob die französische Regierung diese Vorschriften lockern will, zumal die Einführung der 35-Stunden-Woche anders als erhofft keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen hat.

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