Freundschaft

So gewinnen Sie in England Vertrauenspersonen

Wann Sie in England den ersten Kontakt zu Ihren neuen Nachbarn zu knüpfen, obliegt Ihrer eigenen Initiative. Steht Ihr Haus auf einem etwas abgelegeneren Grundstück, wird erst recht kein Nachbar unaufgefordert vorbeischauen.

Überhaupt werden Sie mehr Distanz und Respekt verspüren als Sie es von Ihren Nachbarn Zuhause gewöhnt sind, vor allem, wenn Sie sich in einer sehr ländlichen Gegend niederlassen.

Seien Sie ein wenig zurückhaltend mit der Anwendung Ihrer englischen Sprachkenntnisse. Die Deutschen verspüren – im krassen Unterschied zu den Briten – oftmals den Drang, sich eifrig in fremden Idiomen zu üben, wenn sie sich außerhalb Ihres Heimatlandes bewegen. Mehr oder weniger akzentfrei ausge­sprochen, könnte Ihr bescheidenes Vokabular bei Ihrem Gesprächspartner jedoch den Eindruck erwecken, Sie be­herrschten seine Sprache mehr als nur fragmentarisch. Und die herausgesprudelten Erwiderungen, von denen Sie nur die Hälfte verstehen, lässt die Konversation dann doch schnell enden. Man vergibt sich nichts mit dem Zugeständnis, im Englischen ein Anfänger zu sein und seine Gesprächspartner zu bitten, langsam und deutlich zu sprechen.

Ein sozialer und kultureller Gleichklang mag dazu beitragen, nachbarlich-freundschaftliche Kontakte schneller zustande zu bringen und ihren Bestand zu sichern.

In jedem Fall wird Ihnen daran gelegen sein, Ihre neuen Nachbarn näher kennenzulernen. Denn schon bei den ersten Vorkehrungen, die in der Konsequenz Ihr Ansiedeln in England zur Folge haben, gelangen Sie zu der Erkenntnis, dass Sie vor Ort eine Person Ihres Vertrauens benötigen. Jemand, der bei Kontakten zu Behörden behilflich ist und der auch als Helfer bei der Vermittlung von Aufträgen an Handwerker oder bei der Suche nach einem Haushüter in segensreiche Aktion tritt.

Vielleicht ergibt sich bereits aus der Zusammenarbeit mit der Immobilienfirma die Lösung dieser Frage. Es könnte auch ein Hausnachbar sein, mit welchem sich eine Basis gegenseitigen Vertrauens aufbaut. Der Nachbar bekommt sowieso fast alles mit: Mit welchem Auto Sie anreisen, in wessen Begleitung Sie erscheinen, welche Arbeiten Sie in Angriff nehmen. Er kennt die ehemaligen Eigentümer Ihres neuen Besitzes und deren Geschichte, und das kann für Sie durchaus nützlich sein.

Gegenseitiges Vertrauen zahlt sich aus. Dieses Vertrauen ist vor allem dann wichtig, wenn Sie Ihr Domizil in England über längere Zeiträume nicht aufsuchen können, es aber beispielsweise Bank- oder Postaufträge zu erledigen gilt. Ihr Nachbar sollte auch erfahren, warum Sie überhaupt nach England und gerade in diese Gegend gezogen sind und welches Ihre ersten Eindrücke sind. Zu einem späteren Zeitpunkt dürfen Sie auch ruhig zur Sprache bringen, was Sie vielleicht nicht so gut finden...

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in England.

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