Irische Einkommensteuer

Ist Ihr Einkommen steuerpflichtig?

Die irische Einkommenssteuer wird auf Erwerbs- sowie auf Nichterwerbseinkommen fällig. Steuerpflichtige Einkommen sind unter anderem Gehälter, Renten, Kapitalgewinne, Immobilien- und Investmenteinkommen, sowie Einkommen aus beruflichen oder geschäftlichen Aktivitäten.

Ebenso sind Vergünstigungen eines Arbeitnehmers beinhaltet, wie Lebenskostenzuschläge, Beiträge zu Gewinnteilungssystemen, Boni (Jahresbonus, Arbeitsleistungsbonus, etc.), Lohnnebenleistungen (wie ein Geschäftswagen, Krankenversicherung, kostenlose Unterkunft oder Verpflegung), Aktienoptionen, Urlaub (wird von Ihrem Arbeitgeber bezahlt), private Ausbildung der Kinder sowie Umzugszuschüsse.

Beachten Sie, dass Sie eine Steuerbefreiung von einem Steuerinspektor einholen müssen, wenn Sie nach Irland zurückkehren und Ihr Arbeitgeber Ihnen Zuschläge für den Umzug zahlt.

Wenn Sie in Irland ein Geschäft gründen und Personal anstellen, sollten Sie von diesen ein Steuerbefreiungszertifikat bzw. das Zertifikat P45 anfordern. Außerdem müssen Sie Ihrer lokalen Steuerbehörde melden, dass Sie jemanden eingestellt haben. Wenn weder ein P45 noch ein Steuerbefreiungszertifikat des laufenden Jahres vorhanden sind (z.B. bei einem erstmals Angestellten), müssen Sie den Antrag P46 ausfüllen und vorsorglich die Lohnsteuer einbehalten, bis das Zertifikat ausgestellt wurde. Das bedeutet, dass Angestellte in den ersten vier Wochen nur eine Aufwandsentschädigung erhalten, die einer unverheirateten Person entspricht und der Rest ihres Einkommens mit 20% besteuert wird. Die nächsten vier Wochen wird das gesamte Einkommen mit 20% besteuert und danach mit 42%. Angestellte erhalten (soweit erforderlich) einen Rabatt, sobald sie eine PRSI-Nummer und ein Steuerbefreiungszertifikat erhalten. Dieser ist abhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Wenn Sie angestellt sind und keine P45 oder ein Steuerbefreiungszertifikat haben, werden Sie wie oben beschrieben „vorsorglich“ besteuert. Wenn Sie die P45 verlieren, wird Ihnen vermutlich keine Kopie ausgehändigt werden und die entsprechenden Informationen müssen von Ihrem Arbeitgeber an einen Steuerbeamten gesendet werden. Wenn Sie Geschäftsleiter einer GmbH sind, müssen Sie das P45 oder P46 selbst zu einem Steuerbüro bringen. Als Unternehmensleiter werden Sie vermutlich geringere PRSI-Beiträge zahlen, es wird jedoch wie bei anderen Angestellten Ihre Lohnsteuer einbehalten.

Wenn Sie selbstständig sind, müssen Sie erst nach Abschluss Ihres ersten Handelsjahres Einkommenssteuer zahlen. Zwei Monate vor Ende dieses Jahres wird Ihnen eine Steuerbenachrichtigung geschickt, die Ihnen mitteilt, wann Ihre erste Zahlung fällig wird. Als Einzelunternehmer zahlen Sie Einkommenssteuer zu gleichen Raten wie Angestellte auf Lohnsteuerabzug-Basis, jedoch basierend auf Ihrem jährlichen Profit (d.h. nach Abzug der gesetzlichen Ausgaben). Wenn Sie in einer GmbH arbeiten, können Sie jedoch Steuern von nur 12,5% oder sogar nur 10% zahlen. Das bedeutet, dass es für Sie einen bedeutenden Steuervorteil geben kann, wenn Sie als Unternehmen handeln und nicht als Einzelperson.

Steueranreize für Unternehmen in Irland

Es gibt ebenfalls verschiedene Steueranreize und -erleichterungen für Unternehmen, wie beispielsweise das Business Expansion Scheme (BES), sowie Erleichterungen für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Wenn Ihr Geschäft in der ersten Zeit Verluste macht, ist es ggf. besser, zunächst als Einzelperson zu arbeiten. Auf diesem Weg können Verluste von Einkommen aus anderen Quellen (wenn Sie welche haben) kompensiert werden und Sie können später ein Unternehmen gründen ohne sofort hoch besteuert zu werden. Im Falle von persönlichem Einkommen gibt es einen Steuervorteil, wenn Sie statt einem Gehalt einen Gewinnanteil erhalten. Jedoch erhöht sich dadurch die gesamte Steuer, die von der Einzelperson und dem Unternehmen gezahlt wird, da Lohnzahlungen zu Zwecken der Körperschaftssteuer absetzbar sind.

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