Ein normaler Angestellter verdient etwa €12.000-€18.000 pro Jahr, ein Universitätsabsolvent wird nur selten mehr als €12.000 verdienen. Während ein Gehalt um €30.000 in Städten wie London, als „Minimalgehalt“ betrachtet wird, liegen Sie hiermit in Spanien schon in den oberen Einkommensklassen. Falls Sie aus Nordeuropa kommen, sollten Sie sich daher auf einen ernsten Gehaltsschock vorbereiten. Praktika sind in Spanien meistens unbezahlt.
Gehälter werden normalerweise in Monatsgehältern angegeben. Viele Unternehmen zahlen jedoch ein 13. oder 14. Monatsgehalt, normalerweise im Sommer und zur Weihnachtszeit.
Die traditionellen Arbeitszeiten sind in Spanien montags bis freitags von 9.00/9.30 bis 13.30/14.00 Uhr. Nach ein paar Stunden Mittagszeit mit ausgiebiger siesta kehren die Spanier von 16.30/17.00 bis 19.30/20.00 Uhr an Ihren Arbeitsplatz zurück.
Seit einigen Jahren zeichnet sich allerdings ein Trend zur Verkürzung der Mittagspause und einem früheren Dienstschluss ab, vor allem in den großen Städten. Zudem hängen die Arbeitszeiten stark von der jeweiligen Industrie und den einzelnen Unternehmen ab.
Während der Sommermonate führen viele Unternehmen einen sogenannten horario intensivo ein, bei dem ohne Pause von 8.00/9.00 bis 15.00 Uhr gearbeitet wird. Der Vorteil: Sie haben den ganzen Nachmittag frei und können die warmen Sommernachmittage genießen!
In Bezug auf Feiertage und Ferien ist Spanien ein angenehmes Arbeitsland. Laut Gesetzgebung hat jeder Arbeitnehmer Anrecht auf einen kompletten Urlaubsmonat im Jahr, der normalerweise im August genommen wird. Hinzu kommen zahlreiche nationale und regionale Feiertage. Wenn diese auf einen Dienstag oder Donnerstag fallen, erhalten die meisten Angestellten einen Extra-Urlaubstag für ein langes Wochenende namens puente (Brücke).
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