Soziale Absicherung in Dubai

Bei längeren Aufenthalten

Am wichtigsten ist eine private Auslandskrankenversicherung, damit Deutsche überall behandelt werden.

Soziale Absicherung in Dubai

Wer beruflich oder privat für einige Zeit nach Dubai geht, sollte sich in Sachen soziale Absicherung vorab gründlich informieren. An aller erster Stelle steht der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung, die sicherstellt, dass Deutsche in Dubai in allen Kliniken und privaten Krankenhäusern behandelt werden.

Obligatorische Grundsicherung in Dubai

Zwar hat Dubais Regierung, speziell die Dubai Health Authority (DHA), im Jahr 2014 eine obligatorische Krankenversicherung für Arbeitnehmer eingeführt, die von Arbeitgebern gezahlt werden muss. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Art Grundsicherung. Aktuell wird das System noch implementiert. Inzwischen sind weitere Details über die Krankenversicherungspflicht in Dubai veröffentlicht worden.

So wird der maximale monatliche Beitrag für die verpflichtende Basisversicherung zwischen 500 bis 700 Dirham (circa 100 bis 140 Euro) hoch sein und darf nicht eigenständig von den Versicherern erhöht werden. Anders als beispielsweise in Deutschland ist die Leistung „gedeckelt“. Dabei liegt die jährliche Höchstgrenze bei 150.000 Dirham (rund 30.000 Euro). Das bedeutet, dass die Versicherungsgesellschaften nur Behandlungen bis zu diesem jährlichen Maximum erstatten. Wer für die verbleibenden Kosten aufkommt, ist bislang noch nicht zu hundert Prozent geklärt. Sämtliche Kliniken und Krankenhäuser, die an das DHA angeschlossen sind, sind Teil des neuen Versicherungssystems.

Bei langer Krankheit droht Ausweisung

Die DHA entwickelt derzeit einen Sonderfonds aus dem „teure“ Krankheiten wie beispielsweise Krebs von Seiten des Staates finanziert werden sollen. In der Grundsicherung sind Vorerkrankungen mit einer maximalen Wartezeit von sechs Monaten abgesichert. Wer als ausländischer Arbeitnehmer aber beispielsweise in ein Koma fällt oder sich in einem vergleichbaren Stadium befindet, muss mit der Ausweisung ins Heimatland rechnen.

Die Grundsicherung beinhaltet:

  • Ambulante Behandlungen (GP visits),
  • Überweisungen zu Fachärzten,
  • Operationen,
  • diverse Gesundheitstests,
  • Schwangerschaft und Entbindung sowie
  • Notfälle.

Nicht versichert sind Zahnersatz und Zahnbehandlungen (lediglich Notfallbehandlungen) oder kosmetische Operationen. Versicherte haben zudem keinen Anspruch auf Behandlungen im Einbett-Zimmer. Die Basiskrankenversicherung dürfen nur solche Gesellschaften anbieten, die von der Regierung dazu autorisiert werden. Um den Zuschlag zu erhalten, müssen die Assekuranzen strenge Auflagen erfüllen – dazu gehören eine Mindest-Unternehmensgröße und ausreichend Eigenkapital.

Keine KV-Pflicht in Dubai für Angehörige

Für Familienangehörige wird die Grundabsicherung nicht verpflichtend sein. Dubais Regierung verhandelt derzeit aber mit den Versicherungsgesellschaften, um eine günstige Familienversicherung anzubieten. Würde diese obligatorisch, so stünde zu befürchten, dass Unternehmen nur noch Singles einstellen. Als Einwanderungsland möchte Dubai aber insbesondere für Familien attraktiv bleiben.

Der Nachweis der Krankenversicherung wird zukünftig unmittelbare Voraussetzung für die Beantragung oder Verlängerung von Daueraufenthaltsgenehmigungen (Visa, Emirates ID) im Emirat Dubai sein. Die bisherige Gesundheitskarte (Health Card) wird von der Versichertenkarte (Insurance Card) abgelöst.

Worauf achten bei der Auslands-KV

Bei der Wahl der passenden Auslandskrankenversicherung ist unbedingt davon abzuraten, lediglich eine Reisekrankenversicherung abzuschließen und diese immer wieder zu verlängern. Die Angebote für private Krankenversicherungen in Dubai sind vielfältig. Auf den zweiten Blick fällt jedoch auf, dass die Beiträge für den Gesundheitsschutz von Anbieter zu Anbieter stark variieren.

Oftmals gibt es bei günstigeren Tarifen für jede einzelne Art von Behandlung, vom einfachen Arztbesuch wegen einer hartnäckigen Grippe bis hin zu den Kosten einer komplizierten Operation mit Vollnarkose, festgelegte Obergrenzen der Kostenübernahme. In der englischsprachigen Versicherungswelt ist dabei von Sublimits die Rede. Diese Kostengrenzen haben einen sehr starken Einfluss auf die Prämienkalkulation, denn kleine Höchstbeträge führen zu sehr optimistischen Risikokalkulationen der Versicherer frei nach dem Motto: Teurer kann’s ja für uns nicht werden.

Dubai Privatversicherung

Beim Vergleich der Angebote sollte man auch auf die jeweilige Versicherungssumme achten (Sum Insured). Dies ist der Höchstbetrag, den der Versicherer jährlich insgesamt zu leisten bereit ist. Er variiert sehr stark je nach Anbieter und Produkt. Zugleich hat dieser auch großen Einfluss auf die Berechnung des Versicherungsbeitrages, der vom Versicherten verlangt wird. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich eine gute Versicherung vor allem dadurch auszeichnet, dass sie in Härtefällen für den Versicherten eintritt – dies ist schließlich der eigentliche Versicherungsgedanke. Eine Police soll Kosten übernehmen, die in ihrer Höhe für eine einzelne Person untragbar wären.

In Dubai beispielsweise kostet ein Tag auf der Intensivstation je nach Krankenhaus zwischen 8.000 und 15.000 AED (circa 1.600 bis 3.000 Euro). Niemand möchte nach einer Woche auf der Intensivstation wegen eines schweren Verkehrsunfalls vom Versicherer hören, dass man ab morgen privat für seine Kosten aufkommen müsse, weil die Versicherungssumme ausgeschöpft sei. Eine gute Krankenversicherung definiert im Wesentlichen nur bei ambulanten Behandlungen Kostengrenzen. Für Notfälle mit stationärer Behandlung müssen diese Grenzen entweder gar nicht erst vorhanden, oder sehr hoch angesetzt sein. Nur dann kann ruhigen Gewissens die Entscheidung für den entsprechenden Tarif fallen. Gleichzeitig muss aber die Bereitschaft da sein, für eine ausreichende Absicherung etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ansonsten kann aus dem vermeintlich günstigen Tarif bei einer schweren Erkrankung der finanzielle Ruin entstehen.

Anwartschaft bei Auswanderung im Alter empfehlenswert

Wer bereits weiß, dass er irgendwann wieder in die Heimat zurückkehren wird, sollte sich vor allem über die Pflegepflichtversicherung Gedanken machen. Denn für diese gibt es eine Wartezeit, die erfüllt werden muss, bevor im Pflegefall geleistet wird. Mit der Gesundheitsreform hat sich diese Wartezeit jedoch von fünf auf zwei Jahre verringert. Grundsätzlich gilt: Die Anspruchsvoraussetzungen für Pflegeleistungen erfüllt, wer in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre in die gesetzliche oder private Pflegepflichtversicherung Beiträge eingezahlt hat. Das bedeutet für Personen, die länger als sieben Jahre und elf Monate im Ausland leben, dass sie bei einer Rückkehr nach Deutschland als Pflegefall vom Staat keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten. Insbesondere Auswanderer, die Deutschland eigentlich den Rücken kehren wollten, aber aus bestimmten Gründen (zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Probleme) doch zurückkehren, können Schwierigkeiten bekommen.

Achtung bei Arbeitslosigkeit

Dubai Privatversicherung

Auch die spätere Rückkehr ins Heimatland sollte nicht aus dem Blickfeld geraten. Rückkehrer nach Deutschland bekommen unter Umständen daheim kein Arbeitslosengeld. Denn es gilt: Wer dieses beziehen will, muss in den letzten 24 Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben. Da diese Voraussetzung bei einem langfristigen Aufenthalt in den VAE nicht erfüllt werden kann, ist es sinnvoll, entweder in die „freiwillige Arbeitslosenversicherung“ einzuzahlen oder eine private alternative Police gegen Erwerbslosigkeit abzuschließen.

Ähnliches gilt auch für die Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise die Erwerbsminderung. Selbst wenn freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung – an diese ist nämlich der Erwerbsminderungsschutz gekoppelt – eingezahlt werden, so erlischt der Erwerbsminderungsschutz bei Auslandsaufenthalten von mehr als drei Jahren. Der Grund: Der Gesetzgeber verlangt, dass in den vergangenen fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit drei Jahre am Stück Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt worden sind. Übrigens: Wer arbeitslos wird und nicht umgehend einen neuen Job in Dubai findet, muss das Land verlassen

Einige gängige Begriffe der Versicherer im Überblick

Co-insurance

Manche Behandlungen erfordern eine Selbstbeteiligung, wobei sich der Begriff Co-insurance auf einen Prozentsatz der entstandenen Kosten bezieht und damit eine relative Größe darstellt.

Deductible / Excess                                                      

Eine Selbstbeteiligung ähnlich der Co-insurance. Meist beziehen sich jedoch die Begriffe Deductible bzw. Excess auf einen festen Betrag. In der Praxis oft vergleichbar mit der deutschen „Praxisgebühr“.

Sub-limits

Versicherte Höchstbeträge von Kosten einzelner medizinischer Leistungen. Finden bei vielen Tarifen Anwendung in Bezug auf ambulante Behandlungen, beispielsweise bei Zahnbehandlungen.

Sum Insured

Der Gesamtbetrag, den der Versicherer pro versicherter Person und Versicherungsjahr zu leisten bereit ist.

 

Dieser Artikel wurde vom BDAE , Spezialist für Auslandsentsendungen, zur Verfügung gestellt.

Bilder: Sebastian Opitz – AblazeWithLight

Wer beruflich oder privat für einige Zeit nach Dubai geht, sollte sich in Sachen soziale Absicherung vorab gründlich informieren. An aller erster Stelle steht der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung, die sicherstellt, dass Deutsche in Dubai in allen Kliniken und privaten Krankenhäusern behandelt werden.

Obligatorische Grundsicherung in Dubai

Zwar hat Dubais Regierung, speziell die Dubai Health Authority (DHA), im Jahr 2014 eine obligatorische Krankenversicherung für Arbeitnehmer eingeführt, die von Arbeitgebern gezahlt werden muss. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Art Grundsicherung. Aktuell wird das System noch implementiert. Inzwischen sind weitere Details über die Krankenversicherungspflicht in Dubai veröffentlicht worden.

So wird der maximale monatliche Beitrag für die verpflichtende Basisversicherung zwischen 500 bis 700 Dirham (circa 100 bis 140 Euro) hoch sein und darf nicht eigenständig von den Versicherern erhöht werden. Anders als beispielsweise in Deutschland ist die Leistung „gedeckelt“. Dabei liegt die jährliche Höchstgrenze bei 150.000 Dirham (rund 30.000 Euro). Das bedeutet, dass die Versicherungsgesellschaften nur Behandlungen bis zu diesem jährlichen Maximum erstatten. Wer für die verbleibenden Kosten aufkommt, ist bislang noch nicht zu hundert Prozent geklärt. Sämtliche Kliniken und Krankenhäuser, die an das DHA angeschlossen sind, sind Teil des neuen Versicherungssystems.

Bei langer Krankheit droht Ausweisung

Die DHA entwickelt derzeit einen Sonderfonds aus dem „teure“ Krankheiten wie beispielsweise Krebs von Seiten des Staates finanziert werden sollen. In der Grundsicherung sind Vorerkrankungen mit einer maximalen Wartezeit von sechs Monaten abgesichert. Wer als ausländischer Arbeitnehmer aber beispielsweise in ein Koma fällt oder sich in einem vergleichbaren Stadium befindet, muss mit der Ausweisung ins Heimatland rechnen.

Die Grundsicherung beinhaltet:

  • Ambulante Behandlungen (GP visits),
  • Überweisungen zu Fachärzten,
  • Operationen,
  • diverse Gesundheitstests,
  • Schwangerschaft und Entbindung sowie
  • Notfälle.

Nicht versichert sind Zahnersatz und Zahnbehandlungen (lediglich Notfallbehandlungen) oder kosmetische Operationen. Versicherte haben zudem keinen Anspruch auf Behandlungen im Einbett-Zimmer. Die Basiskrankenversicherung dürfen nur solche Gesellschaften anbieten, die von der Regierung dazu autorisiert werden. Um den Zuschlag zu erhalten, müssen die Assekuranzen strenge Auflagen erfüllen – dazu gehören eine Mindest-Unternehmensgröße und ausreichend Eigenkapital.

Keine KV-Pflicht in Dubai für Angehörige

Für Familienangehörige wird die Grundabsicherung nicht verpflichtend sein. Dubais Regierung verhandelt derzeit aber mit den Versicherungsgesellschaften, um eine günstige Familienversicherung anzubieten. Würde diese obligatorisch, so stünde zu befürchten, dass Unternehmen nur noch Singles einstellen. Als Einwanderungsland möchte Dubai aber insbesondere für Familien attraktiv bleiben.

Der Nachweis der Krankenversicherung wird zukünftig unmittelbare Voraussetzung für die Beantragung oder Verlängerung von Daueraufenthaltsgenehmigungen (Visa, Emirates ID) im Emirat Dubai sein. Die bisherige Gesundheitskarte (Health Card) wird von der Versichertenkarte (Insurance Card) abgelöst.

Worauf achten bei der Auslands-KV

Bei der Wahl der passenden Auslandskrankenversicherung ist unbedingt davon abzuraten, lediglich eine Reisekrankenversicherung abzuschließen und diese immer wieder zu verlängern. Die Angebote für private Krankenversicherungen in Dubai sind vielfältig. Auf den zweiten Blick fällt jedoch auf, dass die Beiträge für den Gesundheitsschutz von Anbieter zu Anbieter stark variieren.

Oftmals gibt es bei günstigeren Tarifen für jede einzelne Art von Behandlung, vom einfachen Arztbesuch wegen einer hartnäckigen Grippe bis hin zu den Kosten einer komplizierten Operation mit Vollnarkose, festgelegte Obergrenzen der Kostenübernahme. In der englischsprachigen Versicherungswelt ist dabei von Sublimits die Rede. Diese Kostengrenzen haben einen sehr starken Einfluss auf die Prämienkalkulation, denn kleine Höchstbeträge führen zu sehr optimistischen Risikokalkulationen der Versicherer frei nach dem Motto: Teurer kann’s ja für uns nicht werden.

Dubai Privatversicherung

Beim Vergleich der Angebote sollte man auch auf die jeweilige Versicherungssumme achten (Sum Insured). Dies ist der Höchstbetrag, den der Versicherer jährlich insgesamt zu leisten bereit ist. Er variiert sehr stark je nach Anbieter und Produkt. Zugleich hat dieser auch großen Einfluss auf die Berechnung des Versicherungsbeitrages, der vom Versicherten verlangt wird. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich eine gute Versicherung vor allem dadurch auszeichnet, dass sie in Härtefällen für den Versicherten eintritt – dies ist schließlich der eigentliche Versicherungsgedanke. Eine Police soll Kosten übernehmen, die in ihrer Höhe für eine einzelne Person untragbar wären.

In Dubai beispielsweise kostet ein Tag auf der Intensivstation je nach Krankenhaus zwischen 8.000 und 15.000 AED (circa 1.600 bis 3.000 Euro). Niemand möchte nach einer Woche auf der Intensivstation wegen eines schweren Verkehrsunfalls vom Versicherer hören, dass man ab morgen privat für seine Kosten aufkommen müsse, weil die Versicherungssumme ausgeschöpft sei. Eine gute Krankenversicherung definiert im Wesentlichen nur bei ambulanten Behandlungen Kostengrenzen. Für Notfälle mit stationärer Behandlung müssen diese Grenzen entweder gar nicht erst vorhanden, oder sehr hoch angesetzt sein. Nur dann kann ruhigen Gewissens die Entscheidung für den entsprechenden Tarif fallen. Gleichzeitig muss aber die Bereitschaft da sein, für eine ausreichende Absicherung etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ansonsten kann aus dem vermeintlich günstigen Tarif bei einer schweren Erkrankung der finanzielle Ruin entstehen.

Anwartschaft bei Auswanderung im Alter empfehlenswert

Wer bereits weiß, dass er irgendwann wieder in die Heimat zurückkehren wird, sollte sich vor allem über die Pflegepflichtversicherung Gedanken machen. Denn für diese gibt es eine Wartezeit, die erfüllt werden muss, bevor im Pflegefall geleistet wird. Mit der Gesundheitsreform hat sich diese Wartezeit jedoch von fünf auf zwei Jahre verringert. Grundsätzlich gilt: Die Anspruchsvoraussetzungen für Pflegeleistungen erfüllt, wer in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre in die gesetzliche oder private Pflegepflichtversicherung Beiträge eingezahlt hat. Das bedeutet für Personen, die länger als sieben Jahre und elf Monate im Ausland leben, dass sie bei einer Rückkehr nach Deutschland als Pflegefall vom Staat keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten. Insbesondere Auswanderer, die Deutschland eigentlich den Rücken kehren wollten, aber aus bestimmten Gründen (zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Probleme) doch zurückkehren, können Schwierigkeiten bekommen.

Achtung bei Arbeitslosigkeit

Dubai Privatversicherung

Auch die spätere Rückkehr ins Heimatland sollte nicht aus dem Blickfeld geraten. Rückkehrer nach Deutschland bekommen unter Umständen daheim kein Arbeitslosengeld. Denn es gilt: Wer dieses beziehen will, muss in den letzten 24 Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben. Da diese Voraussetzung bei einem langfristigen Aufenthalt in den VAE nicht erfüllt werden kann, ist es sinnvoll, entweder in die „freiwillige Arbeitslosenversicherung“ einzuzahlen oder eine private alternative Police gegen Erwerbslosigkeit abzuschließen.

Ähnliches gilt auch für die Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise die Erwerbsminderung. Selbst wenn freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung – an diese ist nämlich der Erwerbsminderungsschutz gekoppelt – eingezahlt werden, so erlischt der Erwerbsminderungsschutz bei Auslandsaufenthalten von mehr als drei Jahren. Der Grund: Der Gesetzgeber verlangt, dass in den vergangenen fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit drei Jahre am Stück Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt worden sind. Übrigens: Wer arbeitslos wird und nicht umgehend einen neuen Job in Dubai findet, muss das Land verlassen

Einige gängige Begriffe der Versicherer im Überblick

Co-insurance

Manche Behandlungen erfordern eine Selbstbeteiligung, wobei sich der Begriff Co-insurance auf einen Prozentsatz der entstandenen Kosten bezieht und damit eine relative Größe darstellt.

Deductible / Excess                                                      

Eine Selbstbeteiligung ähnlich der Co-insurance. Meist beziehen sich jedoch die Begriffe Deductible bzw. Excess auf einen festen Betrag. In der Praxis oft vergleichbar mit der deutschen „Praxisgebühr“.

Sub-limits

Versicherte Höchstbeträge von Kosten einzelner medizinischer Leistungen. Finden bei vielen Tarifen Anwendung in Bezug auf ambulante Behandlungen, beispielsweise bei Zahnbehandlungen.

Sum Insured

Der Gesamtbetrag, den der Versicherer pro versicherter Person und Versicherungsjahr zu leisten bereit ist.

 

Dieser Artikel wurde vom BDAE , Spezialist für Auslandsentsendungen, zur Verfügung gestellt.

Bilder: Sebastian Opitz – AblazeWithLight

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