Gesellschaftliche Bräuche

Kleidung, Sozialkonventionen und Einladungen

Es muss nicht erwähnt werden, dass viele arabische Gewohnheiten sehr verschieden von denen im Westen sind und Sie wissen sollten, was man von Ihnen erwartet und nicht erwartet.

Gesellschaftliche Bräuche

Auch wenn Araber verständnisvoll sind und sich selten von einem aus Unwissenheit resultierendem Fehltritt beleidigt fühlen, werden Sie willkommener sein, wenn Sie mit den Gewohnheiten vor Ort vertraut machen. Als Ausländer wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich an das neue Umfeld anpassen, nicht anders herum. Abgesehen von bestimmtem Verhalten, das als kriminell gilt, gibt es einige ungeschriebene Gesetze, an die Sie sich halten müssen um nicht beleidigend zu wirken.

Kleidung in Dubai

Es gibt zwei Arten von Kleidung für Frauen, eine für Einheimische, die andere für Auswanderer. Auf der Straße kleiden sich die meisten arabischen Frauen gemäß der religiösen Sitte, was bedeutet, dass sie den Großteil ihres Körpers bedecken. Das traditionelle Übergewand (abaya) hat Knöchellänge, lange Ärmel und einen hohen Kragen. Auch das Haar wird bedeckt. Einige arabische Frauen, besonders Saudis mit sehr religiösen Ehemännern, bedecken ihren Körper einschließlich des Gesichts und der Hände. Frauen sollen so vor unerwünschter Aufmerksamkeit geschützt werden. In Saudi-Arabien müssen auch Ausländer auf der Straße eine Abaya tragen. Frauen mit unbedecktem Haar werden von der islamischen Religionspolizei aufgehalten und aufgefordert ihren Kopf zu bedecken. In anderen Staaten ist es ausländischen Frauen erlaubt westliche Kleidung zu tragen, sie sollten jedoch stets unauffällig gekleidet sein.

Die Kombination von hohen Temperaturen und traditioneller Kleidung verlangt nach Einfallsreichtum. Araber missbilligen Kleidung, die die Schultern, Arme und Beine freigibt und Frauen, die sich provokativ kleiden werden im schlimmsten Fall als Prostituierte betrachtet. Zu Hause, in Abwesenheit von Freunden und Verwandten, übernehmen viele arabische Frauen, besonders die jüngeren, jedoch den westlichen Kleidungsstil. Es gibt keine Beschränkungen bezüglich der privaten Kleidung ausländischer Frauen.

Arabische Männer tragen den Thawb, ein weites, knöchellanges Gewand aus feiner, weißer Baumwolle (oder schwererem Material für den Winter). Es gibt verschiedene Arten des Thawb, die sich sowohl im Schnitt als auch in der Befestigung am Hals unterscheiden. Die wohl auffälligsten Thawbs sind die der Omanis, die mit Quasten geschmückt sind. Der Thawb wird sowohl privat als auch geschäftlich getragen. Der Übermantel (bisht) wird zu formellen Anlässen getragen und kann sehr teuer sein, da er mit goldenen Stickereien verziert und aus feinem Material ist.

Die typische Kopfbedeckung (guthra) und ist ein weiß oder rotweiß kariertes Tuch, das durch den Agal, einen schwarzen „Strick“, der ursprünglich ein Seil für Kamele war, gehalten wird. Es gibt verschiedene Arten von Agals. Katarer, z.B. tragen meist eine afrikanischere Kopfbedeckung, deren zwei Enden bis zum Rücken reichen. Arabische Männer kleiden sich zu sehr informellen Anlässen, oder am Strand eher locker. Saudis müssen ihr Gewand hingegen immer tragen.

Von ausländischen Männern wird natürlich nicht verlangt, arabische Gewänder zu tragen. Sie tragen normalerweise westliche Kleidung. Männer sollten dennoch keine kurzen Hosen oder ärmellosen Oberteile tragen, da dies als zu salopp gilt. Mit der zunehmenden Zahl von Touristen allerdings wird auch dies weniger streng betrachtet. Anzüge werden in der Golfregion selten getragen, außer es handelt sich um sehr wichtige Geschäftstreffen. Im Büro trägt man eine leichte Hose, ein normalerweise langarmiges Hemd und Krawatte.

Anrede

Araber schätzen Höflichkeit sehr. Daher ist es wichtig, dass sie Einheimische korrekt begrüßen und verabschieden. Der Gebrauch arabischer Namen kann für Neuankömmlinge gelegentlich verwirrend sein. Ein Mann kann z.B. Abdullah bin Abdul Aziz Al-Jishi heißen. Abdullah ist sein Vorname und er ist der Sohn oder Enkel von (bin) Abdul Aziz. Al-Jishi ist der Familien- oder Stammesname. Um es noch komplizierter zu machen, wird der Vorname oft abgekürzt. So kann Mohammed zu Mohd, Hamad, oder Hamed verkürzt werden. Besonders zu formalen Anlässen und in Briefen ist es wichtig, den vollen Namen zu verwenden. Sie sollten Abdullah bin Abdul Aziz Al-Jishi niemals als Abdullah (geschweige denn mit der Kurzfom Abdul) ansprechen. Der Name des Vaters jedoch kann unter Umständen entfallen, so dass Sie ihn Abdullah Al-Jishi nennen.

Die formale Anrede für Männer ist „Sayyed“ („mein Herr“), für Frauen „Sayeeda“ (oder „Sayedity“) und ist gefolgt von dem vollen Namen der Person. Arabische Frauen können auch als „Madame“ angesprochen werden.

Machthaber werden als „Ihre Hoheit“ („Your Highness“), der König von Saudi-Arabien als „Ihre Majestät“ („Your Majesty“) angesprochen. Ältere Mitglieder regierender Familien werden als „Ihre Exzellenz“ („Your Excellency“), gefolgt von „Sheikh“ (das „sche-ik“ ausgesprochen wird) und ihrem vollen Namen angesprochen. Regierungsminister werden als „Ihre Exzellenz, der ….minister“ („Your Excellency, Minster of….“) und andere Minister nur als „Ihre Exzellenz“ („Your Excellency“) gefolgt von ihrem Namen angesprochen. Weniger wichtige Mitglieder regierender Familien werden mit „Sheikh“ und dann ihrem Namen angesprochen. In Saudi-Arabien hat dieser Titel eine weniger wichtige Bedeutung und wird auch von einflussreichen Geschäftleuten benutzt. Die Regeln und Bräuche der Anrede können verwirrend sein und Sie sollten stets noch einmal nachfragen bevor Sie Würdenträgern vorgestellt werden.

Begrüßung

Die gebräuchlichste Begrüßung in der Goldregion ist „Salam alaykum“ („Friede sei mit dir“), auf das Sie mit Wa alaykum as-salam („und mit dir sei Friede“) antworten. Andere übliche Begrüßung und Entgegnungen darauf sind:

Begrüßung

Bedeutung

Antwort

Ahlan wa sahlan

Hallo

Ahlan bik

Sabah al-khayr

Guten Morgen/ Tag

Sabah an-nur

Masa al-khayr

Guten Abend

Masa an-nur

Tisbah ala-khayr, das “gute Nacht” bedeutet, wird beim Abschied gesagt und die Antwort darauf ist wa inta min ahlu. Sie sollten arabischen Männern zur Begrüßung und zum Abschied immer die Hand geben. Lassen Sie sich bei arabischen Frauen von deren Verhalten leiten. Viele arabische Frauen geben einem nicht-arabischen Mann nicht die Hand, gebildete Frauen hingegen vielleicht schon. Das Händeschütteln ist auch unter engen Freunden üblich. Ist der Händedruck den Sie zum Abschied erhalten, länger als der der Begrüßung, bedeutet dies, dass Sie einen guten Eindruck hinterlassen haben. Es wird im Übrigen missbilligt, wenn Neuankömmlinge sich weigern oder es herauszögern Menschen zu treffen. Wenn Sie ihr nicht vorgestellt wurden, sollten Sie sich einer arabischen Frau nicht annähern, sie ansehen oder mit ihr sprechen.

Nach dem Händeschütteln fragt man gewöhnlich nach der Gesundheit oder anderen Dingen. Stellen Sie sich darauf ein, dass auch Sie Ähnliches gefragt werden. (Fragen Sie niemals nach der Gesundheit weiblicher Familienmitglieder. Beschränken Sie ihre Fragen auf die Familie allgemein oder deren Söhne.) Dies kann einige Zeit dauern, da keine der beiden Seiten die Unterhaltung zu einem Ende bringen möchte. Man erwartet von Ausländern nicht alle Feinheiten dieses Rituals zu kennen, aber Sie werden einen guten Eindruck machen, wenn Sie wenigstens ein paar Standard-Redewendungen kennen und sie korrekt benutzen. Ob bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht oder am Telefon, kommen Sie nie direkt zum Geschäftlichen! Sollten Sie es dennoch tun, wird ihr arabisches Gegenüber glauben, sie wären ungeduldig und nicht an ihm als Person interessiert.

Hände & Füße

Sie sollten eine angebotene Erfrischung immer annehmen. Allerdings sollten Sie zum Essen und Trinken nur Ihre rechte Hand benutzen, die Linke gilt als unrein (da sie für „Toiletten-Zwecke“ bestimmt ist). Ebenso sollten Sie niemals einer Person die Sohlen ihrer Füße oder Schuhe zeigen. Dies bedeutet, dass Sie die andere Person für „Schmutz“ halten, was offensichtlich eine starke Beleidigung ist. Sie sollten deshalb Ihre Füße am Boden halten und nicht Ihre Beine überkreuzen.

Einladungen in Dubai

Lädt Sie ein Araber zu sich nach Hause ein, sollten Sie nie ablehnen. Sie sollten generell jede Gelegenheit nutzen, Einheimische kennen zu lernen und nicht - wie viele Ausländer - nur innerhalb Ihrer ausländischen Gemeinschaft bleiben. Ihr arabischer Gastgeber wird sich für Sie und Ihre Meinung interessieren. Sie sollten es jedoch vermeiden, über Politik oder Religion zu diskutieren. Auch wenn Ihre Meinung aus Ihrer Sicht akzeptabel ist, könnte man sie hier als schlecht informiert oder verletzend auffassen.

Wen Sie den majlis, den Empfangsraum für Besucher betreten, sollten Sie immer Ihre Schuhe ausziehen, es sei denn der Gastgeber sagt ausdrücklich etwas anderes. (Versichern Sie sich, dass Ihre Strümpfe keine Löcher haben!). Wenn Sie von einer Frau begleitet werden, wird diese sofort zu den anderen Frauen geschickt werden. Man wird Ihnen mit großer Sicherheit etwas zu Trinken, manchmal auch etwas zu Essen anbieten. Nehmen Sie das Angebot an. Araber sind fast immer sehr höflich und erwarten das gleiche von Ihrem Gegenüber. Sie glauben auch, dass ein gemeinsames Essen sich positiv auf das Verhältnis zueinander auswirkt.

Die Standard-Begrüßung ist Ahlan wa sahlan, was „Willkommen“ heißt und allen Besuchern Dubais begegnen wird. Es lohnt sich auf jeden Fall so viel Arabisch zu lernen, dass Sie Nettigkeiten austauschen können sowie Begrüßungen und die Antworten darauf kennen. Sie werden positive Reaktionen erhalten und die Einheimischen unterstützen diejenigen, die ihre Sprache lernen wollen gerne. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass die arabische Sprache als Sprache zur Verkündigung des Wortes des Gottes betrachtet wird. Verwenden Sie sie deshalb mit Respekt.

Sie sollten einem Araber auch niemals unangekündigt einen Besuch abstatten. Sollten die Frauen der Familie anwesend sein, wird dies besonders in Saudi-Arabien nicht geschätzt. Sie sollten sich auch niemals bewundernd über ein Besitzstück Ihres Gastgebers äußern, da es die Tradition dann von ihm verlangt, es Ihnen zu schenken. Auch wenn diese Tradition nicht von allen befolgt wird, kann sie dennoch peinliche Situationen verursachen. Darüber hinaus wird dann von dem Beschenkten ein Gegengeschenk erwartet. Denken Sie also zweimal nach, bevor Sie Bewunderung für den Rolls Royce eines Arabers äußern!

Folgende Grundregeln sollten Sie immer beachten:

  • Bieten Sie einem Araber nie ein alkoholisches Getränk an, wenn Sie sich nicht auch sicher sind, dass er Alkohol trinkt. Dies kann als Beleidigung aufgefasst werden.
  • Treten Sie auf keine Gebetsmatten, gehen Sie nicht vor Betenden und starren Sie sie nicht an.
  • Versuchen Sie nicht, eine Moschee zu betreten ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Es ist unwahrscheinlich, dass man Sie reinlässt.
  • Versuchen Sie in Saudi-Arabien nicht, das heilige Gebiet, das Mekka und Medina umgibt, zu betreten. Entlang der Straßen weisen zahlreiche Schilder auf das Verbot hin. Wird ein Nicht-Muslim innerhalb des abgesperrten Gebiets angetroffen, wird er sehr wahrscheinlich angegriffen und ihm wird keine Hilfe gegen die Angreifer angeboten werden.
  • Vermeiden Sie Fluchen in Anwesenheit von Muslimen und besonders in Saudi-Arabien. In Dubai arbeiten viele Araber, die nicht aus der Golfregion stammen, sie sind meist weniger tolerant als die Einwohner in Dubai.
  • Vermeiden Sie es, einen Araber vor anderen Arabern in eine für ihn peinliche Situation zu bringen. Bemerkt er Ihre Bemühungen, wird er Ihnen dankbar sein.
  • Winken Sie niemals Menschen mit dem Finger heran. Es gilt als besonders unhöflich und Araber nutzen diese Geste allenfalls um einen Hund zu rufen.
  • Vermeiden Sie zu jeder Zeit lautes Rufen sowie Zeichen der Aggression oder der Betrunkenheit. Dies wird selten toleriert.
  • Während des Fastenmonats Ramadan sollten Sie während des Tages dort nicht essen, trinken oder rauchen, wo Sie von Muslimen gesehen werden könnten. Verhalten Sie sich ruhig und umarmen oder küssen Sie niemanden in der Öffentlichkeit.

Auch wenn Araber verständnisvoll sind und sich selten von einem aus Unwissenheit resultierendem Fehltritt beleidigt fühlen, werden Sie willkommener sein, wenn Sie mit den Gewohnheiten vor Ort vertraut machen. Als Ausländer wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich an das neue Umfeld anpassen, nicht anders herum. Abgesehen von bestimmtem Verhalten, das als kriminell gilt, gibt es einige ungeschriebene Gesetze, an die Sie sich halten müssen um nicht beleidigend zu wirken.

Kleidung in Dubai

Es gibt zwei Arten von Kleidung für Frauen, eine für Einheimische, die andere für Auswanderer. Auf der Straße kleiden sich die meisten arabischen Frauen gemäß der religiösen Sitte, was bedeutet, dass sie den Großteil ihres Körpers bedecken. Das traditionelle Übergewand (abaya) hat Knöchellänge, lange Ärmel und einen hohen Kragen. Auch das Haar wird bedeckt. Einige arabische Frauen, besonders Saudis mit sehr religiösen Ehemännern, bedecken ihren Körper einschließlich des Gesichts und der Hände. Frauen sollen so vor unerwünschter Aufmerksamkeit geschützt werden. In Saudi-Arabien müssen auch Ausländer auf der Straße eine Abaya tragen. Frauen mit unbedecktem Haar werden von der islamischen Religionspolizei aufgehalten und aufgefordert ihren Kopf zu bedecken. In anderen Staaten ist es ausländischen Frauen erlaubt westliche Kleidung zu tragen, sie sollten jedoch stets unauffällig gekleidet sein.

Die Kombination von hohen Temperaturen und traditioneller Kleidung verlangt nach Einfallsreichtum. Araber missbilligen Kleidung, die die Schultern, Arme und Beine freigibt und Frauen, die sich provokativ kleiden werden im schlimmsten Fall als Prostituierte betrachtet. Zu Hause, in Abwesenheit von Freunden und Verwandten, übernehmen viele arabische Frauen, besonders die jüngeren, jedoch den westlichen Kleidungsstil. Es gibt keine Beschränkungen bezüglich der privaten Kleidung ausländischer Frauen.

Arabische Männer tragen den Thawb, ein weites, knöchellanges Gewand aus feiner, weißer Baumwolle (oder schwererem Material für den Winter). Es gibt verschiedene Arten des Thawb, die sich sowohl im Schnitt als auch in der Befestigung am Hals unterscheiden. Die wohl auffälligsten Thawbs sind die der Omanis, die mit Quasten geschmückt sind. Der Thawb wird sowohl privat als auch geschäftlich getragen. Der Übermantel (bisht) wird zu formellen Anlässen getragen und kann sehr teuer sein, da er mit goldenen Stickereien verziert und aus feinem Material ist.

Die typische Kopfbedeckung (guthra) und ist ein weiß oder rotweiß kariertes Tuch, das durch den Agal, einen schwarzen „Strick“, der ursprünglich ein Seil für Kamele war, gehalten wird. Es gibt verschiedene Arten von Agals. Katarer, z.B. tragen meist eine afrikanischere Kopfbedeckung, deren zwei Enden bis zum Rücken reichen. Arabische Männer kleiden sich zu sehr informellen Anlässen, oder am Strand eher locker. Saudis müssen ihr Gewand hingegen immer tragen.

Von ausländischen Männern wird natürlich nicht verlangt, arabische Gewänder zu tragen. Sie tragen normalerweise westliche Kleidung. Männer sollten dennoch keine kurzen Hosen oder ärmellosen Oberteile tragen, da dies als zu salopp gilt. Mit der zunehmenden Zahl von Touristen allerdings wird auch dies weniger streng betrachtet. Anzüge werden in der Golfregion selten getragen, außer es handelt sich um sehr wichtige Geschäftstreffen. Im Büro trägt man eine leichte Hose, ein normalerweise langarmiges Hemd und Krawatte.

Anrede

Araber schätzen Höflichkeit sehr. Daher ist es wichtig, dass sie Einheimische korrekt begrüßen und verabschieden. Der Gebrauch arabischer Namen kann für Neuankömmlinge gelegentlich verwirrend sein. Ein Mann kann z.B. Abdullah bin Abdul Aziz Al-Jishi heißen. Abdullah ist sein Vorname und er ist der Sohn oder Enkel von (bin) Abdul Aziz. Al-Jishi ist der Familien- oder Stammesname. Um es noch komplizierter zu machen, wird der Vorname oft abgekürzt. So kann Mohammed zu Mohd, Hamad, oder Hamed verkürzt werden. Besonders zu formalen Anlässen und in Briefen ist es wichtig, den vollen Namen zu verwenden. Sie sollten Abdullah bin Abdul Aziz Al-Jishi niemals als Abdullah (geschweige denn mit der Kurzfom Abdul) ansprechen. Der Name des Vaters jedoch kann unter Umständen entfallen, so dass Sie ihn Abdullah Al-Jishi nennen.

Die formale Anrede für Männer ist „Sayyed“ („mein Herr“), für Frauen „Sayeeda“ (oder „Sayedity“) und ist gefolgt von dem vollen Namen der Person. Arabische Frauen können auch als „Madame“ angesprochen werden.

Machthaber werden als „Ihre Hoheit“ („Your Highness“), der König von Saudi-Arabien als „Ihre Majestät“ („Your Majesty“) angesprochen. Ältere Mitglieder regierender Familien werden als „Ihre Exzellenz“ („Your Excellency“), gefolgt von „Sheikh“ (das „sche-ik“ ausgesprochen wird) und ihrem vollen Namen angesprochen. Regierungsminister werden als „Ihre Exzellenz, der ….minister“ („Your Excellency, Minster of….“) und andere Minister nur als „Ihre Exzellenz“ („Your Excellency“) gefolgt von ihrem Namen angesprochen. Weniger wichtige Mitglieder regierender Familien werden mit „Sheikh“ und dann ihrem Namen angesprochen. In Saudi-Arabien hat dieser Titel eine weniger wichtige Bedeutung und wird auch von einflussreichen Geschäftleuten benutzt. Die Regeln und Bräuche der Anrede können verwirrend sein und Sie sollten stets noch einmal nachfragen bevor Sie Würdenträgern vorgestellt werden.

Begrüßung

Die gebräuchlichste Begrüßung in der Goldregion ist „Salam alaykum“ („Friede sei mit dir“), auf das Sie mit Wa alaykum as-salam („und mit dir sei Friede“) antworten. Andere übliche Begrüßung und Entgegnungen darauf sind:

Begrüßung

Bedeutung

Antwort

Ahlan wa sahlan

Hallo

Ahlan bik

Sabah al-khayr

Guten Morgen/ Tag

Sabah an-nur

Masa al-khayr

Guten Abend

Masa an-nur

Tisbah ala-khayr, das “gute Nacht” bedeutet, wird beim Abschied gesagt und die Antwort darauf ist wa inta min ahlu. Sie sollten arabischen Männern zur Begrüßung und zum Abschied immer die Hand geben. Lassen Sie sich bei arabischen Frauen von deren Verhalten leiten. Viele arabische Frauen geben einem nicht-arabischen Mann nicht die Hand, gebildete Frauen hingegen vielleicht schon. Das Händeschütteln ist auch unter engen Freunden üblich. Ist der Händedruck den Sie zum Abschied erhalten, länger als der der Begrüßung, bedeutet dies, dass Sie einen guten Eindruck hinterlassen haben. Es wird im Übrigen missbilligt, wenn Neuankömmlinge sich weigern oder es herauszögern Menschen zu treffen. Wenn Sie ihr nicht vorgestellt wurden, sollten Sie sich einer arabischen Frau nicht annähern, sie ansehen oder mit ihr sprechen.

Nach dem Händeschütteln fragt man gewöhnlich nach der Gesundheit oder anderen Dingen. Stellen Sie sich darauf ein, dass auch Sie Ähnliches gefragt werden. (Fragen Sie niemals nach der Gesundheit weiblicher Familienmitglieder. Beschränken Sie ihre Fragen auf die Familie allgemein oder deren Söhne.) Dies kann einige Zeit dauern, da keine der beiden Seiten die Unterhaltung zu einem Ende bringen möchte. Man erwartet von Ausländern nicht alle Feinheiten dieses Rituals zu kennen, aber Sie werden einen guten Eindruck machen, wenn Sie wenigstens ein paar Standard-Redewendungen kennen und sie korrekt benutzen. Ob bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht oder am Telefon, kommen Sie nie direkt zum Geschäftlichen! Sollten Sie es dennoch tun, wird ihr arabisches Gegenüber glauben, sie wären ungeduldig und nicht an ihm als Person interessiert.

Hände & Füße

Sie sollten eine angebotene Erfrischung immer annehmen. Allerdings sollten Sie zum Essen und Trinken nur Ihre rechte Hand benutzen, die Linke gilt als unrein (da sie für „Toiletten-Zwecke“ bestimmt ist). Ebenso sollten Sie niemals einer Person die Sohlen ihrer Füße oder Schuhe zeigen. Dies bedeutet, dass Sie die andere Person für „Schmutz“ halten, was offensichtlich eine starke Beleidigung ist. Sie sollten deshalb Ihre Füße am Boden halten und nicht Ihre Beine überkreuzen.

Einladungen in Dubai

Lädt Sie ein Araber zu sich nach Hause ein, sollten Sie nie ablehnen. Sie sollten generell jede Gelegenheit nutzen, Einheimische kennen zu lernen und nicht - wie viele Ausländer - nur innerhalb Ihrer ausländischen Gemeinschaft bleiben. Ihr arabischer Gastgeber wird sich für Sie und Ihre Meinung interessieren. Sie sollten es jedoch vermeiden, über Politik oder Religion zu diskutieren. Auch wenn Ihre Meinung aus Ihrer Sicht akzeptabel ist, könnte man sie hier als schlecht informiert oder verletzend auffassen.

Wen Sie den majlis, den Empfangsraum für Besucher betreten, sollten Sie immer Ihre Schuhe ausziehen, es sei denn der Gastgeber sagt ausdrücklich etwas anderes. (Versichern Sie sich, dass Ihre Strümpfe keine Löcher haben!). Wenn Sie von einer Frau begleitet werden, wird diese sofort zu den anderen Frauen geschickt werden. Man wird Ihnen mit großer Sicherheit etwas zu Trinken, manchmal auch etwas zu Essen anbieten. Nehmen Sie das Angebot an. Araber sind fast immer sehr höflich und erwarten das gleiche von Ihrem Gegenüber. Sie glauben auch, dass ein gemeinsames Essen sich positiv auf das Verhältnis zueinander auswirkt.

Die Standard-Begrüßung ist Ahlan wa sahlan, was „Willkommen“ heißt und allen Besuchern Dubais begegnen wird. Es lohnt sich auf jeden Fall so viel Arabisch zu lernen, dass Sie Nettigkeiten austauschen können sowie Begrüßungen und die Antworten darauf kennen. Sie werden positive Reaktionen erhalten und die Einheimischen unterstützen diejenigen, die ihre Sprache lernen wollen gerne. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass die arabische Sprache als Sprache zur Verkündigung des Wortes des Gottes betrachtet wird. Verwenden Sie sie deshalb mit Respekt.

Sie sollten einem Araber auch niemals unangekündigt einen Besuch abstatten. Sollten die Frauen der Familie anwesend sein, wird dies besonders in Saudi-Arabien nicht geschätzt. Sie sollten sich auch niemals bewundernd über ein Besitzstück Ihres Gastgebers äußern, da es die Tradition dann von ihm verlangt, es Ihnen zu schenken. Auch wenn diese Tradition nicht von allen befolgt wird, kann sie dennoch peinliche Situationen verursachen. Darüber hinaus wird dann von dem Beschenkten ein Gegengeschenk erwartet. Denken Sie also zweimal nach, bevor Sie Bewunderung für den Rolls Royce eines Arabers äußern!

Folgende Grundregeln sollten Sie immer beachten:

  • Bieten Sie einem Araber nie ein alkoholisches Getränk an, wenn Sie sich nicht auch sicher sind, dass er Alkohol trinkt. Dies kann als Beleidigung aufgefasst werden.
  • Treten Sie auf keine Gebetsmatten, gehen Sie nicht vor Betenden und starren Sie sie nicht an.
  • Versuchen Sie nicht, eine Moschee zu betreten ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Es ist unwahrscheinlich, dass man Sie reinlässt.
  • Versuchen Sie in Saudi-Arabien nicht, das heilige Gebiet, das Mekka und Medina umgibt, zu betreten. Entlang der Straßen weisen zahlreiche Schilder auf das Verbot hin. Wird ein Nicht-Muslim innerhalb des abgesperrten Gebiets angetroffen, wird er sehr wahrscheinlich angegriffen und ihm wird keine Hilfe gegen die Angreifer angeboten werden.
  • Vermeiden Sie Fluchen in Anwesenheit von Muslimen und besonders in Saudi-Arabien. In Dubai arbeiten viele Araber, die nicht aus der Golfregion stammen, sie sind meist weniger tolerant als die Einwohner in Dubai.
  • Vermeiden Sie es, einen Araber vor anderen Arabern in eine für ihn peinliche Situation zu bringen. Bemerkt er Ihre Bemühungen, wird er Ihnen dankbar sein.
  • Winken Sie niemals Menschen mit dem Finger heran. Es gilt als besonders unhöflich und Araber nutzen diese Geste allenfalls um einen Hund zu rufen.
  • Vermeiden Sie zu jeder Zeit lautes Rufen sowie Zeichen der Aggression oder der Betrunkenheit. Dies wird selten toleriert.
  • Während des Fastenmonats Ramadan sollten Sie während des Tages dort nicht essen, trinken oder rauchen, wo Sie von Muslimen gesehen werden könnten. Verhalten Sie sich ruhig und umarmen oder küssen Sie niemanden in der Öffentlichkeit.

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