Italienische Arbeitsämter

Die staatliche Arbeitsvermittlung in Italien

Die örtlichen italienischen Arbeitsämter nennen sich Centro per l’Impiego (früher Ufficio di Collocamento) oder Centro di Iniziativa Locale per l’Occupazione (CILO).

Italienische Arbeitsämter

Eine Anlaufstelle für Arbeit suchende junge Menschen sind die lokalen Informagiovani. Auskünfte zu Fortbildungen und der Arbeitssuche erteilen die Centri d’Informazione Disoccupati (DIS) der Gewerkschaften. Die übergeordnete Behörde aller Arbeitsämter ist das Ministero del Lavoro e della Previdenza Sociale.

Um die Dienste der italienischen Arbeitsämter in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie:

  • eine Arbeitskarte (scheda professionale ehemals libretto di lavoro), zu erhalten beim örtlichen Arbeitsamt, aus der die Daten, der Bildungsweg und die Arbeitserfahrungen des Arbeitnehmers hervorgehen,
  • eine Steuernummer (codice fiscale, zu beantragen beim örtlichen Finanzamt, ufficio imposte dirette),
  • Schulzeugnisse, Studien- und Arbeitsnachweise (falls vorhanden).

Weiterhin müssen Sie eine Bescheinigung über die Zusammensetzung Ihrer Familie und bei Selbstständigen den Eintrag in das Register (albo) der jeweiligen Kammer (ordine) vorweisen. Eine Meldung beim Arbeitsamt hat spätestens sieben Tage nach der Einreise zu erfolgen. Sobald Sie in die Vermittlungsliste aufgenommen wurden, können Sie mit der Ausübung einer Tätigkeit beginnen. Bei Arbeitsverhältnissen mit einer Dauer von maximal drei Monaten entfallen sowohl der Gang zum Arbeitsamt als auch der zum Polizeipräsidium zwecks Aufenthaltserlaubnis. Wer weder in Deutschland noch in Italien Arbeitslosenunterstützung bezieht, darf sich zur Suche eines Arbeitsplatzes auch ohne Aufenthaltsgenehmigung in Italien aufhalten.

Hilfreich sind die Seiten www.lavoro.gov.it/Lavoro/Europalavoro  und www.circumlavorando.it . Sie enthalten viele nützliche Informationen und Downloads zum italienischen Arbeitsmarkt. Von Bewerbungstipps über die erfolgreiche Stellensuche bis hin zu der Anerkennung von Abschlüssen ist hier einiges zu finden. Daneben können Sie sich auch direkt über die gebührenfreie Service-Hotline (numero verde: 800.196.196) beraten lassen.

Beim Arbeitsamt selbst steht Ihnen als kostenloser Dienst ein operatore zur Verfügung, der Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch (colloquio d’accoglienza) bzw. nach Betrachtung Ihrer Arbeitserfahrung, Sachkenntnisse und Ambitionen erste Anhaltspunkte liefert. Sollte jetzt der angestrebte Beruf nicht näher definiert sein, können weitere Maßnahmen folgen, die eine Orientierung ermöglichen. Um sich einen besseren Begriff von den erstrebten Arbeitsfeldern zu machen, werden einem in dieser Phase auch der Fortbildung dienliche Aktivitäten angeboten.

Jobdatenbanken der italienischen Arbeitsämter

Nach Abschluss der Orientierungsphase leitet das Arbeitsamt Ihr Profil an die passenden Arbeitgeber weiter. Im Auftrag des ehemaligen Ministero del Lavoro e delle Politiche Sociali wurde die Seite www.borsalavoro.it  eingerichtet. In der Borsa Continua Nazionale del Lavoro sind die von allen italienischen Arbeitsämtern ins Netz gestellten Stellenangebote und Stellengesuche direkt einsehbar. Alle Informationen zur formalen Berufs- und Bildungsbiographie aus der Arbeitskarte fließen automatisch in diese Datenbank. So haben Arbeitssuchende und Firmen die Möglichkeit, ihren Lebenslauf zu hinterlassen bzw. die Stellenausschreibungen einzustellen. Die Seite verfolgt das Ziel, außer der Transparenz auch die Mobilität innerhalb Europas zu fördern, weswegen neben den Anzeigen auch aktuelle Informationen rund um das Thema Arbeit bereitgestellt werden.

Demselben Zweck verpflichten sich die zahlreichen Beiträge auf der Seite www.centrorisorse.org . Der Schwerpunkt liegt hier auf den Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der EU. Da die Arbeitsämter in Italien Regionen- und Provinzensache sind, unterhalten die einzelnen Verwaltungsbezirke auch eigene Seiten, die Sie konsultieren können, falls Sie weniger flexibel und mobil sind. Für die Provinz Mailand etwa ist es die Internetseite www.provincia.milano.it/lavoro . Nach diesem Muster (www.provincia.namederprovinz.it/lavoro) sind auch die Adressen anderer Provinzen aufgebaut. Sie können sich aber auch mithilfe von Suchmaschinen durch Eingabe der Provinz und „centro per l’impiego“ weiterleiten lassen. Die Adressen der Domains der Regionen sind ebenso einheitlich gegliedert. Die der Lombardei lautet beispielsweise www.borsalavoro.lombardia.it .

Abschließend sei bemerkt, dass man gerade mit den italienischen Arbeitsämtern keine nennenswerten Vermittlungserfolge in Verbindung bringt. Erwarten Sie nicht zu viel und werden Sie selbst tätig. Sie kennen sich besser als jeder Berater. Außerdem schätzt ein Arbeitgeber Ihre Eigeninitiative besonders.

Eine Anlaufstelle für Arbeit suchende junge Menschen sind die lokalen Informagiovani. Auskünfte zu Fortbildungen und der Arbeitssuche erteilen die Centri d’Informazione Disoccupati (DIS) der Gewerkschaften. Die übergeordnete Behörde aller Arbeitsämter ist das Ministero del Lavoro e della Previdenza Sociale.

Um die Dienste der italienischen Arbeitsämter in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie:

  • eine Arbeitskarte (scheda professionale ehemals libretto di lavoro), zu erhalten beim örtlichen Arbeitsamt, aus der die Daten, der Bildungsweg und die Arbeitserfahrungen des Arbeitnehmers hervorgehen,
  • eine Steuernummer (codice fiscale, zu beantragen beim örtlichen Finanzamt, ufficio imposte dirette),
  • Schulzeugnisse, Studien- und Arbeitsnachweise (falls vorhanden).

Weiterhin müssen Sie eine Bescheinigung über die Zusammensetzung Ihrer Familie und bei Selbstständigen den Eintrag in das Register (albo) der jeweiligen Kammer (ordine) vorweisen. Eine Meldung beim Arbeitsamt hat spätestens sieben Tage nach der Einreise zu erfolgen. Sobald Sie in die Vermittlungsliste aufgenommen wurden, können Sie mit der Ausübung einer Tätigkeit beginnen. Bei Arbeitsverhältnissen mit einer Dauer von maximal drei Monaten entfallen sowohl der Gang zum Arbeitsamt als auch der zum Polizeipräsidium zwecks Aufenthaltserlaubnis. Wer weder in Deutschland noch in Italien Arbeitslosenunterstützung bezieht, darf sich zur Suche eines Arbeitsplatzes auch ohne Aufenthaltsgenehmigung in Italien aufhalten.

Hilfreich sind die Seiten www.lavoro.gov.it/Lavoro/Europalavoro  und www.circumlavorando.it . Sie enthalten viele nützliche Informationen und Downloads zum italienischen Arbeitsmarkt. Von Bewerbungstipps über die erfolgreiche Stellensuche bis hin zu der Anerkennung von Abschlüssen ist hier einiges zu finden. Daneben können Sie sich auch direkt über die gebührenfreie Service-Hotline (numero verde: 800.196.196) beraten lassen.

Beim Arbeitsamt selbst steht Ihnen als kostenloser Dienst ein operatore zur Verfügung, der Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch (colloquio d’accoglienza) bzw. nach Betrachtung Ihrer Arbeitserfahrung, Sachkenntnisse und Ambitionen erste Anhaltspunkte liefert. Sollte jetzt der angestrebte Beruf nicht näher definiert sein, können weitere Maßnahmen folgen, die eine Orientierung ermöglichen. Um sich einen besseren Begriff von den erstrebten Arbeitsfeldern zu machen, werden einem in dieser Phase auch der Fortbildung dienliche Aktivitäten angeboten.

Jobdatenbanken der italienischen Arbeitsämter

Nach Abschluss der Orientierungsphase leitet das Arbeitsamt Ihr Profil an die passenden Arbeitgeber weiter. Im Auftrag des ehemaligen Ministero del Lavoro e delle Politiche Sociali wurde die Seite www.borsalavoro.it  eingerichtet. In der Borsa Continua Nazionale del Lavoro sind die von allen italienischen Arbeitsämtern ins Netz gestellten Stellenangebote und Stellengesuche direkt einsehbar. Alle Informationen zur formalen Berufs- und Bildungsbiographie aus der Arbeitskarte fließen automatisch in diese Datenbank. So haben Arbeitssuchende und Firmen die Möglichkeit, ihren Lebenslauf zu hinterlassen bzw. die Stellenausschreibungen einzustellen. Die Seite verfolgt das Ziel, außer der Transparenz auch die Mobilität innerhalb Europas zu fördern, weswegen neben den Anzeigen auch aktuelle Informationen rund um das Thema Arbeit bereitgestellt werden.

Demselben Zweck verpflichten sich die zahlreichen Beiträge auf der Seite www.centrorisorse.org . Der Schwerpunkt liegt hier auf den Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der EU. Da die Arbeitsämter in Italien Regionen- und Provinzensache sind, unterhalten die einzelnen Verwaltungsbezirke auch eigene Seiten, die Sie konsultieren können, falls Sie weniger flexibel und mobil sind. Für die Provinz Mailand etwa ist es die Internetseite www.provincia.milano.it/lavoro . Nach diesem Muster (www.provincia.namederprovinz.it/lavoro) sind auch die Adressen anderer Provinzen aufgebaut. Sie können sich aber auch mithilfe von Suchmaschinen durch Eingabe der Provinz und „centro per l’impiego“ weiterleiten lassen. Die Adressen der Domains der Regionen sind ebenso einheitlich gegliedert. Die der Lombardei lautet beispielsweise www.borsalavoro.lombardia.it .

Abschließend sei bemerkt, dass man gerade mit den italienischen Arbeitsämtern keine nennenswerten Vermittlungserfolge in Verbindung bringt. Erwarten Sie nicht zu viel und werden Sie selbst tätig. Sie kennen sich besser als jeder Berater. Außerdem schätzt ein Arbeitgeber Ihre Eigeninitiative besonders.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und arbeiten in Italien. Klicken Sie hier, um ein Exemplar zu bestellen.

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