Der schweizerische Immobilienmarkt

Ein Überblick

Die Baubranche boomt, der Schweizer Immobilienmarkt blüht. Ca. 44.000 Wohnungen werden im Jahr 2007 in der Schweiz angeboten, und es werden immer mehr.

Der schweizerische Immobilienmarkt

Die Nachfrage hält an dank konjunkturellem Rücken­wind, prognostizieren Analysten. Das bedeutet freilich nicht, dass die Preise markant fallen. Nach wie vor steht der Wunsch nach einem Eigenheim zu oberst auf der Wunschliste, nicht nur der Schweizer.

Lex Koller: Grundstückserwerb durch Ausländer

Das sogenannte „Lex Koller“, das seine Ursprünge in den Zeiten von Überfremdungsinitiativen in den Siebzigerjahren hatte, regelte in der Schweiz den Erwerb von Grundstücken durch Ausländer. Einst sollte das Gesetz den Ausverkauf der Heimat eindämmen. Heutzutage wird das Lex Koller nur noch beim Erwerb von Ferienwohnungen und von nicht selbst genutztem Eigentum angewandt.

Die Nachfrage in Tourismusregionen ist nach wie vor rege und kann nicht immer befriedigt werden. Das jährliche Kontingent von 1.400 Ferienwohn­ungen für Ausländer pro Jahr wird nahezu hundertprozentig ausge­schöpft. Gefragt sind vor allem die Kantone Bern, Graubünden, Waadt, Wallis und das Tessin natürlich, die Sonnenstube der Schweiz, wo’s auch mal saftigen Regen geben kann.

Einschränk­ungen bei betrieblich genutzten Grundstücken gibt es keine. Sie können von Ausländern bewilligungsfrei gekauft werden, auch wenn sie selbst kein Gewerbe darauf betreiben. Grundsätzlich hält der Bundesrat das Lex Koller für überholt. Es wird durch raum­planerische Maßnahmen ersetzt, soll aber nicht vor 2010 aufge­hoben werden. Der Hintergedanke: Der Bundesrat erhofft sich volkswirtschaftliche Impulse und einen Ausbau des Mietwohnungs­angebots. Vorrangig geht es nun darum, den ausufernden Bau von Ferien- und Zweitwohnungen, egal ob in ausländischem oder schweizerischen Besitz, in den Griff zu bekommen und gegebenen­falls einzuschränken. Kantone und Gemeinden sind gefordert und müssen flankierende raumplanerischen Maßnahmen ergreifen.

Zweitwohnungen in der Schweiz

Die Schweiz ist zugepflastert mit weit über 400.000 Ferien- und Zweitwohnungen, rund 20 Prozent gehören Ausländern. Das hat teilweise zu Auswüchsen in Wintersport- und Ferienorten geführt, etwa in den Gebieten von St. Moritz, Flims/Laax oder Verbier. Die Wohnungen werden nur für einen Bruchteil des Jahres genutzt und stehen meistens leer.
Eine Studie des Instituts für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen hat 2005 herausgefunden, dass die rund 360.000 Betten in den Ferien­wohnungen über 300 Tage im Jahr leer und “kalt” bleiben. Der Zweitwohnungsanteil in beliebten Ferienorte ist enorm: in Laax über 80 Prozent, in Leukerbad über 70 Prozent, in Flims rund 70 Prozent, in Arosa 60 Prozent, in Engelberg ebenfalls 60 Prozent und in St. Moritz über 50 Prozent. Engadiner Gemeinden haben Einschränkungen erlassen. Im Oberengadin sind nur noch 100 neue Ferienwohnungen jährlich erlaubt, die auf den Immobilien­markt kommen. Es wird freilich weitergebaut – in Massen.

Eigenheime in der Schweiz

Der jährliche Bedarf umfasst rund 36.000 Wohnungen (Erstwohn­ungen) in der Schweiz. Dazu kommen etwa 5.000 Ferienwohn­ungen. Jeder Mensch braucht seine Insel, sein Zuhause, seine Oase. Ein Refugium, in dem er sich zurücklehnen, entspannen, genießen – sich eben heimisch wohl fühlen kann. Wohnqualität ist wichtiger Teil der Lebensqualität. Und das Wohnen in den eigenen vier Wänden genießt hohe Priorität.

Stockwerkeigentum heißt das Zauberwort. Diese Form von Eigentumswohnung wurde zum Renner, auch weil diese Form um ein Drittel bis rund die Hälfte günstiger ist als ein Einfamilienhaus. Die Form des Stockwerk­eigentums mildert die teuren Landpreise und verteilt sie an die verschiedene Personen (siehe übernächster Abschnitt).

Das Bauland, das in der Schweiz noch zur Verfügung steht, ist knapp bemessen und gefragt. Entsprechend hoch sind die Grund­stückspreise, die häufig ein Drittel oder mehr des Objektpreises ausmachen. Stockwerkeigentum hat sich als hervorragende Alter­native zur Mietwohnung entwickelt, vor allem für gut verdienende Singles, junge Paare und Doppelverdiener oder ältere Menschen, deren Kinder flügge (selbständig) geworden sind und die ihr Ein­familienhaus aufgeben wollen. Für sie bildet Stockwerkeigentum eine ideale Wohnform und ist eine erschwingliche Eigentums­variante.

Die Nachfrage hält an dank konjunkturellem Rücken­wind, prognostizieren Analysten. Das bedeutet freilich nicht, dass die Preise markant fallen. Nach wie vor steht der Wunsch nach einem Eigenheim zu oberst auf der Wunschliste, nicht nur der Schweizer.

Lex Koller: Grundstückserwerb durch Ausländer

Das sogenannte „Lex Koller“, das seine Ursprünge in den Zeiten von Überfremdungsinitiativen in den Siebzigerjahren hatte, regelte in der Schweiz den Erwerb von Grundstücken durch Ausländer. Einst sollte das Gesetz den Ausverkauf der Heimat eindämmen. Heutzutage wird das Lex Koller nur noch beim Erwerb von Ferienwohnungen und von nicht selbst genutztem Eigentum angewandt.

Die Nachfrage in Tourismusregionen ist nach wie vor rege und kann nicht immer befriedigt werden. Das jährliche Kontingent von 1.400 Ferienwohn­ungen für Ausländer pro Jahr wird nahezu hundertprozentig ausge­schöpft. Gefragt sind vor allem die Kantone Bern, Graubünden, Waadt, Wallis und das Tessin natürlich, die Sonnenstube der Schweiz, wo’s auch mal saftigen Regen geben kann.

Einschränk­ungen bei betrieblich genutzten Grundstücken gibt es keine. Sie können von Ausländern bewilligungsfrei gekauft werden, auch wenn sie selbst kein Gewerbe darauf betreiben. Grundsätzlich hält der Bundesrat das Lex Koller für überholt. Es wird durch raum­planerische Maßnahmen ersetzt, soll aber nicht vor 2010 aufge­hoben werden. Der Hintergedanke: Der Bundesrat erhofft sich volkswirtschaftliche Impulse und einen Ausbau des Mietwohnungs­angebots. Vorrangig geht es nun darum, den ausufernden Bau von Ferien- und Zweitwohnungen, egal ob in ausländischem oder schweizerischen Besitz, in den Griff zu bekommen und gegebenen­falls einzuschränken. Kantone und Gemeinden sind gefordert und müssen flankierende raumplanerischen Maßnahmen ergreifen.

Zweitwohnungen in der Schweiz

Die Schweiz ist zugepflastert mit weit über 400.000 Ferien- und Zweitwohnungen, rund 20 Prozent gehören Ausländern. Das hat teilweise zu Auswüchsen in Wintersport- und Ferienorten geführt, etwa in den Gebieten von St. Moritz, Flims/Laax oder Verbier. Die Wohnungen werden nur für einen Bruchteil des Jahres genutzt und stehen meistens leer.
Eine Studie des Instituts für öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen hat 2005 herausgefunden, dass die rund 360.000 Betten in den Ferien­wohnungen über 300 Tage im Jahr leer und “kalt” bleiben. Der Zweitwohnungsanteil in beliebten Ferienorte ist enorm: in Laax über 80 Prozent, in Leukerbad über 70 Prozent, in Flims rund 70 Prozent, in Arosa 60 Prozent, in Engelberg ebenfalls 60 Prozent und in St. Moritz über 50 Prozent. Engadiner Gemeinden haben Einschränkungen erlassen. Im Oberengadin sind nur noch 100 neue Ferienwohnungen jährlich erlaubt, die auf den Immobilien­markt kommen. Es wird freilich weitergebaut – in Massen.

Eigenheime in der Schweiz

Der jährliche Bedarf umfasst rund 36.000 Wohnungen (Erstwohn­ungen) in der Schweiz. Dazu kommen etwa 5.000 Ferienwohn­ungen. Jeder Mensch braucht seine Insel, sein Zuhause, seine Oase. Ein Refugium, in dem er sich zurücklehnen, entspannen, genießen – sich eben heimisch wohl fühlen kann. Wohnqualität ist wichtiger Teil der Lebensqualität. Und das Wohnen in den eigenen vier Wänden genießt hohe Priorität.

Stockwerkeigentum heißt das Zauberwort. Diese Form von Eigentumswohnung wurde zum Renner, auch weil diese Form um ein Drittel bis rund die Hälfte günstiger ist als ein Einfamilienhaus. Die Form des Stockwerk­eigentums mildert die teuren Landpreise und verteilt sie an die verschiedene Personen (siehe übernächster Abschnitt).

Das Bauland, das in der Schweiz noch zur Verfügung steht, ist knapp bemessen und gefragt. Entsprechend hoch sind die Grund­stückspreise, die häufig ein Drittel oder mehr des Objektpreises ausmachen. Stockwerkeigentum hat sich als hervorragende Alter­native zur Mietwohnung entwickelt, vor allem für gut verdienende Singles, junge Paare und Doppelverdiener oder ältere Menschen, deren Kinder flügge (selbständig) geworden sind und die ihr Ein­familienhaus aufgeben wollen. Für sie bildet Stockwerkeigentum eine ideale Wohnform und ist eine erschwingliche Eigentums­variante.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in der Schweiz.

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