Die beliebtesten US-Regionen

Wohin zieht es die Auswanderer?

Die beliebstesten Regionen für Auswanderer in den USA sind ohne Zweifel: Florida, Kalifornien, New York und die Region um Washington D.C.

Florida

Der „Sunshine State“ ist zweifelsohne eines der Top-Ziele für euro­päische Auswanderer. Daran hat das angenehme Wetter selbstver­ständlich einen nicht unerheblichen Einfluss. Insbesondere der süd­liche Teil der Halbinsel erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Die be­liebtesten Zentren sind Miami mit Miami Beach, Fort Lauderdale, South Beach, Tampa an der Ostküste sowie die Region um Naples an der Westküste.

Da in Florida immer mehr Stadtviertel in die Sumpflandschaft ge­baut werden, sollte man darauf gefasst sein, eines Tages einen Alli­gator oder eine Schlange im Pool vorzufinden. Die im Everglades Nationalpark beheimateten Tiere werden immer weiter zurückge­drängt, was zu einem Aufeinandertreffen zwischen Mensch und Tier führen kann.

Die Hauptindustrie in Florida ist der Tourismus sowie die Landwirt­schaft, hier vor allem die Zitrusindustrie. In Florida werden ungefähr 50% der gesamten Zitrusfrüchte der USA angebaut.

Das Klima ist in den Wintermonaten sehr angenehm, in den Som­mermonaten jedoch heiß und feucht. Eine Besonderheit in Florida, die man nicht außer Acht lassen sollte, sind die Hurrikane. Mit Regelmäßigkeit fegen sie über die Halbinsel hinweg, manchmal trifft es die Ostküste, manchmal auch die Westküste des Staates. Da ein Großteil Floridas nur wenige Meter über der Meeresober­fläche liegt, gibt es dann auch sehr häufig Überschwemmungen, auch ausgelöst von tropischen Regengüssen. Man sollte also auf solide Bauweise achten!

Ein Großteil der Bevölkerung Floridas ist lateinamerikanischen Ur­sprungs, es wird sehr häufig Spanisch gesprochen.

Kalifornien

Nicht jeder in Kalifornien ist ein Filmstar und lebt in Hollywood. Das Bundesland, in dem Arnold Schwarzenegger Gouverneur ist, er­streckt sich entlang der Westküste der Vereinigten Staaten und grenzt im Süden an Mexiko. Grenzstadt ist die Metropole San Diego. Die bekanntesten Städte sind Los Angeles sowie San Fran­cisco ca. 200 km weiter im Norden. Dazwischen liegt das Silicon Valley, etwas näher an San Francisco als an Los Angeles gelegen. Hauptstadt ist Sacramento, nordöstlich von San Francisco gelegen.

Die ganze Küste entlang reihen sich Dörfer und kleinere Städte, in vielen haben sich Prominente Filmstars (und auch Filmsternchen) niedergelassen. Chula Vista, Huntington Beach, Long Beach, Santa Monica oder Monterey - diese Ortsnamen hat jeder schon einmal gehört: viele prominente Bewohner, sehr hohe Immobilienpreise.

Nebenbei: Im Silicon Valley gibt es eine deutsche Schule.

Der Großraum Los Angeles steht meiner Ansicht nach kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Obwohl mit zahlreichen achtspurigen Auto­bahnen durchzogen, steht man ständig stundenlang im Stau. Dies sollte man bei der Wohnungssuche unbedingt berücksichtigen und entsprechend nah an der Arbeitsstätte wohnen.

Im Sommer ist es drückend heiß. In Kalifornien kommt es im Sommer aufgrund des trockenen Klimas sehr häufig zu Buschbränden, denen jährlich auch zahlreiche Häuser zum Opfer fallen. Die Re­gion Los Angeles leidet unter chronischer Wasserknappheit. Das kostbare Nass muss Hunderte Meilen herangepumpt werden.

Insbesondere die Pazifikküste ist sehr beliebt. Nur wenige wissen, dass man in Kalifornien auch Skifahren kann. Es gibt sehr viele kleine Ortschaften im Landesinnern. Palm Springs zum Beispiel liegt mitten in der Wüste und hat ein dementsprechendes Klima – und die höchste Millionärsrate in den USA. Viele Größen aus Film und Entertainment haben dort eine Villa. Dementsprechend teuer sind die Immobilien.

Die Zeit ist die PST, drei Stunden hinter der Eastern Time.

New York

Was gibt es zu New York zu sagen, das nicht schon tausendmal gesagt wurde?! Der Big Apple ist DIE angesagte Metropole in den Vereinigten Staaten: Finanzzentrum, Kriminalitätshochburg, Schwarz und Weiß direkt nebeneinander – nicht nur, was die Hautfarbe betrifft. Chronisches Verkehrschaos, exorbitante Immo­bilienpreise, sehr teure Restaurants. Das gesellschaftliche Epi­zentrum liegt in Manhattan, die Insel zwischen Hudson und East River. Parkplätze dort sind Mangelware und sehr teuer, man sollte deshalb auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen.

Aber es gibt sie noch, die „preiswerteren“ Ecken, vor allem im nörd­lichen Teil Manhattans, Harlem, Brooklyn usw. Man kann auch auf die gegenüberliegende Seite des Hudson River ziehen, in den Bundesstaat New Jersey.

Es gibt eine Deutsche Schule in New York, die bis zum deutschen Abitur führt.

Uhrzeit ist die „Standart Eastern Time“.

Region um Washington D.C.

„Region“ um Washington deshalb, weil um Washington drei ameri­kanische Bundesstaaten aufeinander treffen. Es handelt sich um die Stadt selbst, die ein eigener Bundesstaat ist sowie um die an­grenzenden Staaten Virginia (westlich) und Maryland (nördlich) des Stadtgebietes.

Washington ist das politische Entscheidungszentrum der USA, die sehr zentralistisch regiert werden. Mithin trifft sich hier die politische Elite ebenso wie Diplomaten, Militärs und Journalisten. Daneben dürfte die Region die größte Dichte an Beratern und Anwälten der gesamten USA aufweisen. Nicht zu vergessen: Tausende von Be­amte. Es gibt außerdem eine sehr große Anzahl von „Non Profit Organisationen“, d.h. Stiftungen in Hülle und Fülle sowie unzähl­ige Lobbyisten.

Washington D.C. ist eine Arbeitsstadt. Gewohnt wird in der Regel im Umland, also in den Suburbs in Virginia oder in Maryland. Ent­sprechend rollt morgens eine Blechlawine in die Stadt und abends wieder hinaus – allerdings nicht ansatzweise so schlimm wie im Großraum Los Angeles.

Washington weist eine große Zahl an Weltklassemuseen auf. Die meisten davon liegen an der Mall, einem ungefähr zwei Kilometer langen Park, der ungefähr vom Weißen Haus bis zum Kapitol (dem Capitol Hill) reicht. Überflüssig zu erwähnen ist wohl die nicht wegzuden­kende Präsenz von Polizei, privaten Wachdiensten und Geheim­dienst(en).

Die Region Washington weist einen hohen Freizeitwert auf, man ist sehr schnell am Meer (Chesapeake Bay), die Fahrt im Auto nach New York dauert ca. vier Stunden - ein Katzensprung für amerikan­ische Verhältnisse. Kulturell ist ebenfalls sehr viel geboten, Museen wurden schon erwähnt, zahlreiche Cafes, Konzerte, Ausstellungen sind im jährlichen Eventkalender vermerkt.

Die deutsche Schule Washington führt zum deutschen Abitur. Sie ist im Bundesstaat Maryland gelegen, unweit der Stadtgrenze zu Washington D.C.

Uhrzeit ist die Eastern Time.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in den USA.


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