Universitäten

So bekommen Sie in Belgien einen Hochschulabschluss

Das Hochschulwesen teilt sich in Belgien in zwei unterschiedliche Institutionen auf: Universitäten und Hochschulen ( hautes écoles/hogescholen).

Universitäten

Hochschulen konzentrieren sich auf eine praktische Ausbildung, die die Studenten auf eine Tätigkeit vorbereitet, die ein anstrengendes und zeitaufwändiges Studium erfordert, wie beispielsweise Rechtswissenschaften, Medizin, Ingenieurswesen, Architektur oder Landwirtschaft. Die Universitäten widmen sich mehr der theoretischen Ausbildung in einem Fachbereich. Mit den Abschlüssen und Diplomen geht man normalerweise in die Lehrtätigkeit oder in die reine Forschung an einer Universität und das obwohl mittlerweile einige belgische und holländische Universitäten betriebswirtschaftliche, medizinische oder juristische Fakultäten haben, bei denen man „praktische“ Abschlüsse machen kann.

Innerhalb des staatlichen Bildungssystems gibt es in Belgien verschiedene Arten von akademischer Bildung. Genauso wie bei den Grundschulen und weiterführenden Schulen gibt es eine große Breite an konfessionellen (meist katholischen) und weltlichen Bildungseinrichtungen, die allen Absolventen der staatlichen weiterführenden Schulen eine Hochschulbildung anbieten.

Jeder, der einen angemessenen Schulabschluss hat, wird grundsätzlich zum Studium an einer belgischen Hochschule zugelassen. Belgien hält die europäischen Konventionen, die allgemeine Hochschulreife betreffend, ein und nimmt Studenten mit dem britischen A-Level (entspricht dem Abitur) oder anderen internationalen Zeugnissen, die die Hochschulreife bescheinigen, auf. Amerikanische Studenten benötigen ein Jahr an einem US-amerikanischen College oder einer Universität, bevor Sie eine europäische Hochschule besuchen können.

Die französischen und flämischen Gemeinschaften haben jeweils ihr eigenes Hochschulsystem, wobei der Hauptunterschied in der Sprache liegt. In Bildungseinrichtungen im französischsprachigen Teil Belgiens wird nur in Französisch unterrichtet, während die Vorlesungen in flämischsprachigen Gegenden entweder in Holländisch oder Englisch gehalten werden. In die meisten Lehrveranstaltungen können sich alle einschreiben, die den entsprechenden Abschluss einer weiterführenden Schule haben. Für einige bestimmte Studiengänge, besonders im Medizinbereich und im Bauingenieurswesen gibt es konkurrenzorientierte Eingangsprüfungen. Ausländische Studenten benötigen ein entsprechendes Zeugnis zum CESS ( Certificat d’Enseignement Secondaire Supérieur) und müssen eventuell eine Eingangsprüfung ablegen und ausreichende Kenntnisse in Französisch oder Holländisch vorweisen können.

Die meisten Universitäten bieten vor dem Beginn des akademischen Jahres Sprachkurse für ausländische Studenten an. Belgische Studenten zahlen eine jährliche Studiengebühr. Ausländische Studenten müssen vielleicht eine höhere Gebühr bezahlen und für die Zeit, die sie in Belgien studieren wollen, ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können.

In den belgischen Universitäten gibt es vier Studienzyklen. Der erste Zyklus ( candidature/kandidaat) beinhaltet einen breiten, fachübergreifenden Studienbereich und dauert zwei oder drei Jahre. Im zweiten Zyklus konzentrieren sich die Studenten für einen Zeitraum von mindestens zwei oder drei Jahren auf ein bestimmtes Fachgebiet oder ein Fachrichtung. Das Ergebnis dieses zweiten Zyklus kann der Erwerb eines licence/licentiaat oder eines fachlichen Titels wie Apotheker, Doktor der Medizin oder Tierarzt sein. Der dritte Zyklus ist der des Doktorats ( doctorat/doctor). Das Doktorat besteht aus weiteren fünf oder sechs Jahren Studium und der Forschung in einem ganz bestimmten Bereich. Gegen Ende dieses Zeitraumes verfasst der Student eine Doktorarbeit, die er oder sie in einer öffentlichen Präsentation verteidigen muss. Der vierte Zyklus besteht aus einer Prüfung, zu der nur Studenten mit Doktorwürde zugelassen werden. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt sie dazu in Hochschulen zu unterrichten, wobei dafür die Doktorwürde eigentlich ausreicht. (Es gibt noch ein weiteres Zeugnis, das einen zur Lehrtätigkeit berechtigt, allerdings ist dies auf belgische Studenten beschränkt.)

Nicht-universitäre Hochschulen bieten normalerweise Programme über einen längeren und einen kürzeren Zeitraum an. Die kürzeren Programme dauern drei Jahre und führen zu Qualifikationen in der Industrie, im Handel, in der Landwirtschaft und im Lehrbereich. Die Studiengänge, die über einen längeren Zeitraum gehen, dauern mindestens vier Jahre und führen zu Diplomen und Hochschulabschlüssen. Diese können wiederum in kürzere Zyklen mit Zwischenzeugnissen und –qualifikationen unterteilt sein.

Zulassungen

Um sich für die Zulassung zu einer belgischen Universität oder einer anderen belgischen Hochschule zu bewerben, müssen Sie sich direkt an die Bildungseinrichtung wenden. Über das National Academic Recognition Information Centre (NARIC) können Sie Informationen über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen bekommen: Für die französische Gemeinschaft kontaktieren Sie bitte die Direction générale de l’Enseignement supérieur, Ministère de l’Education et de la Recherché scientifique et de la Formation de la Communauté française, Quartier des Arcades, 6ème étage, rue Royale 204, 1010 Brüssel (Tel.: +32 (0) 2-210 5577, www.cfwb.be/infosup ) und für die flämische Region das Ministerie van de Vlaamse Gemeenschap, Henri Consciencegebous Tower A7, Koning Albert II Laan 15, 1210
Brüssel (Tel. +32 (0) 2-553 9819, www.ond.vlaanderen.be ).

Hochschulen konzentrieren sich auf eine praktische Ausbildung, die die Studenten auf eine Tätigkeit vorbereitet, die ein anstrengendes und zeitaufwändiges Studium erfordert, wie beispielsweise Rechtswissenschaften, Medizin, Ingenieurswesen, Architektur oder Landwirtschaft. Die Universitäten widmen sich mehr der theoretischen Ausbildung in einem Fachbereich. Mit den Abschlüssen und Diplomen geht man normalerweise in die Lehrtätigkeit oder in die reine Forschung an einer Universität und das obwohl mittlerweile einige belgische und holländische Universitäten betriebswirtschaftliche, medizinische oder juristische Fakultäten haben, bei denen man „praktische“ Abschlüsse machen kann.

Innerhalb des staatlichen Bildungssystems gibt es in Belgien verschiedene Arten von akademischer Bildung. Genauso wie bei den Grundschulen und weiterführenden Schulen gibt es eine große Breite an konfessionellen (meist katholischen) und weltlichen Bildungseinrichtungen, die allen Absolventen der staatlichen weiterführenden Schulen eine Hochschulbildung anbieten.

Jeder, der einen angemessenen Schulabschluss hat, wird grundsätzlich zum Studium an einer belgischen Hochschule zugelassen. Belgien hält die europäischen Konventionen, die allgemeine Hochschulreife betreffend, ein und nimmt Studenten mit dem britischen A-Level (entspricht dem Abitur) oder anderen internationalen Zeugnissen, die die Hochschulreife bescheinigen, auf. Amerikanische Studenten benötigen ein Jahr an einem US-amerikanischen College oder einer Universität, bevor Sie eine europäische Hochschule besuchen können.

Die französischen und flämischen Gemeinschaften haben jeweils ihr eigenes Hochschulsystem, wobei der Hauptunterschied in der Sprache liegt. In Bildungseinrichtungen im französischsprachigen Teil Belgiens wird nur in Französisch unterrichtet, während die Vorlesungen in flämischsprachigen Gegenden entweder in Holländisch oder Englisch gehalten werden. In die meisten Lehrveranstaltungen können sich alle einschreiben, die den entsprechenden Abschluss einer weiterführenden Schule haben. Für einige bestimmte Studiengänge, besonders im Medizinbereich und im Bauingenieurswesen gibt es konkurrenzorientierte Eingangsprüfungen. Ausländische Studenten benötigen ein entsprechendes Zeugnis zum CESS ( Certificat d’Enseignement Secondaire Supérieur) und müssen eventuell eine Eingangsprüfung ablegen und ausreichende Kenntnisse in Französisch oder Holländisch vorweisen können.

Die meisten Universitäten bieten vor dem Beginn des akademischen Jahres Sprachkurse für ausländische Studenten an. Belgische Studenten zahlen eine jährliche Studiengebühr. Ausländische Studenten müssen vielleicht eine höhere Gebühr bezahlen und für die Zeit, die sie in Belgien studieren wollen, ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können.

In den belgischen Universitäten gibt es vier Studienzyklen. Der erste Zyklus ( candidature/kandidaat) beinhaltet einen breiten, fachübergreifenden Studienbereich und dauert zwei oder drei Jahre. Im zweiten Zyklus konzentrieren sich die Studenten für einen Zeitraum von mindestens zwei oder drei Jahren auf ein bestimmtes Fachgebiet oder ein Fachrichtung. Das Ergebnis dieses zweiten Zyklus kann der Erwerb eines licence/licentiaat oder eines fachlichen Titels wie Apotheker, Doktor der Medizin oder Tierarzt sein. Der dritte Zyklus ist der des Doktorats ( doctorat/doctor). Das Doktorat besteht aus weiteren fünf oder sechs Jahren Studium und der Forschung in einem ganz bestimmten Bereich. Gegen Ende dieses Zeitraumes verfasst der Student eine Doktorarbeit, die er oder sie in einer öffentlichen Präsentation verteidigen muss. Der vierte Zyklus besteht aus einer Prüfung, zu der nur Studenten mit Doktorwürde zugelassen werden. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt sie dazu in Hochschulen zu unterrichten, wobei dafür die Doktorwürde eigentlich ausreicht. (Es gibt noch ein weiteres Zeugnis, das einen zur Lehrtätigkeit berechtigt, allerdings ist dies auf belgische Studenten beschränkt.)

Nicht-universitäre Hochschulen bieten normalerweise Programme über einen längeren und einen kürzeren Zeitraum an. Die kürzeren Programme dauern drei Jahre und führen zu Qualifikationen in der Industrie, im Handel, in der Landwirtschaft und im Lehrbereich. Die Studiengänge, die über einen längeren Zeitraum gehen, dauern mindestens vier Jahre und führen zu Diplomen und Hochschulabschlüssen. Diese können wiederum in kürzere Zyklen mit Zwischenzeugnissen und –qualifikationen unterteilt sein.

Zulassungen

Um sich für die Zulassung zu einer belgischen Universität oder einer anderen belgischen Hochschule zu bewerben, müssen Sie sich direkt an die Bildungseinrichtung wenden. Über das National Academic Recognition Information Centre (NARIC) können Sie Informationen über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen bekommen: Für die französische Gemeinschaft kontaktieren Sie bitte die Direction générale de l’Enseignement supérieur, Ministère de l’Education et de la Recherché scientifique et de la Formation de la Communauté française, Quartier des Arcades, 6ème étage, rue Royale 204, 1010 Brüssel (Tel.: +32 (0) 2-210 5577, www.cfwb.be/infosup ) und für die flämische Region das Ministerie van de Vlaamse Gemeenschap, Henri Consciencegebous Tower A7, Koning Albert II Laan 15, 1210
Brüssel (Tel. +32 (0) 2-553 9819, www.ond.vlaanderen.be ).

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