Urlaub im Land der Dichter und Denker

Tourismus in Deutschland boomt

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und eine der Wachstumsbranchen der deutschen Wirtschaft. Größte Profiteure sind das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Anbieter von Freizeit- und Unterhaltungsangeboten, Reisebüros und -veranstalter sowie der Personenverkehr. Für die Urlaubsreisen im Inland nutzen die Deutschen das Auto/Wohnmobil am meisten.  

Urlaub im Land der Dichter und Denker

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland

Der damalige Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Jürgen Büchy, erklärte beim Vorstellen des Reiseberichts 2013 zum Reiseverhalten der Bundesbürger im Handelsblatt : „Die Deutschen verreisen gerne und häufiger“. Dies drückt sich auch in Zahlen aus. Die folgende Statistik legt die Umsatzentwicklung in der Reisebranche – dazu zählen Reisebüros, Reiseveranstalter sowie sonstige Dienstleistungen bei den Urlaubsreservierungen - in Deutschland von 2005 bis 2012 dar. Die Entwicklung ist generell positiv, trotz zweier Umsatzrückgänge in den Jahren 2010 und 2012. Für das Jahr 2013 stagnierte der Umsatz bei 11,7 Milliarden Euro, die Umsatzprognose für 2014 lautete 16,5 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Beliebte Reiseziele in Deutschland

Laut einem Bericht  des Deutschen Reiseverbandes war Bayern die beliebteste Reiseregion der Deutschen im Inland im Jahre 2013. Es folgten Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Zu den Gewinnern der Reisesaison 2013 zählten auch kleinere Ferienregionen wie z.B. die Lüneburger Heide, die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge, die Eifel sowie das Sauerland. Bei den Städtereisezielen der Deutschen lag Berlin an der Spitze vor Hamburg, München, Dresden, Köln, Frankfurt am Main sowie Bremen. Bei ausländischen Gästen war 2013 Berlin bei der Anzahl der Übernachtungen ebenfalls die beliebteste Stadt. Die Plätze zwei und drei belegten München und Frankfurt/Main.

Der Großteil der deutschen Reisenden wird auch in Zukunft Urlaub im eigenen Land verbringen. Gründe für den anhaltenden Boom bei den inländischen Reisezielen gibt es viele. Zum einen die demografische Entwicklung: Für eine älter werdende Gesellschaft sind nah gelegene Ferienziele zunehmend attraktiver. Zum anderen die gut ausgebaute Infrastruktur, ein größeres Angebot an Freizeitaktivitäten und Attraktionen sowie eine steigende Qualität bei den Unterkünften. Der wesentlichste Treiber wird indes in der verkürzten Reisedauer gesehen. Die meisten Bundesbürger verreisen nicht mehrere Wochen am Stück, sondern bevorzugen eine schnelle An- und Abreise. Und da sind besonders Ziele im Inland gefragt.

Campingtourismus in Deutschland

Inexistieren etwa 2.834 geöffnete Campingplätze mit 222.500 Stellplätzen. Das beliebteste Ziel der deutschen Campingurlauber ist Bayern, dort befinden sich auch die meisten Campingplätze. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Niedersachsen und Baden-Württemberg. Bei der Anzahl der Stellplätze nimmt Mecklenburg-Vorpommern den dritten Platz vor Baden-Württemberg ein, die ersten beiden Plätze belegen in dieser Statistik Bayern und Niedersachsen. Über die Hälfte der ausländischen Campingurlauber in Deutschland kommt aus den Niederlanden. Mit deutlichem Abstand folgen die Schweiz, Dänemark und weitere europäische Staaten.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Tipps für Camping-Einsteiger

Speziell für den ersten Campingurlaub gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, damit dieser erfolgreich verläuft. Bei der Reiseplanung sollte viel Zeit eingeplant werden. Die nachfolgenden Hinweise und Tipps sollten für eine entspannte Reise hilfreich sein.

Führerschein

Wer seinen Führerschein der Klasse 3 in Deutschland vor 1999 erworben hat, ist zum Führen von Fahrzeugen bis zu 7,5 t und von Anhängergespannen bis zu 18,75 t berechtigt. Inhaber des seit 1999 gültigen Führerscheins Klasse B dürfen Wohnmobile und ein PKW-Wohnwagen-Gespann nur bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 t fahren.

Der richtige Fahrzeugtyp

Je nach Personenanzahl, Gewicht der Beladung sowie das Mitnehmen von Fahrrädern, Haustieren etc. kommen verschiedene Fahrzeugtypen in Betracht.

Beladen des Wohnwagens

Vor dem Beladen ist es empfehlenswert, das Leergewicht des Wohnwagens, d.h. das Gesamtgewicht der Ausrüstung, die immer vorhanden ist, zu ermitteln. Davon ausgehend kann anschließend das noch zur Verfügung stehende Gewicht bestimmt werden, damit die zulässige Gesamtmasse eingehalten wird. Durch die Achse in der Mitte kommt das Beladen eines Wohnwagens dem Wiegen auf einer Wippe gleich. Gewogen wird am Kupplungskopf und es sollte solange nachgewogen werden, bis die richtige Balance sich eingestellt hat.

Des Weiteren sollte vor dem Antritt der Reise überprüft werden, ob ein Starthilfekabel, ein Ersatzrad sowie ein Wagenheber vorhanden sind. Zudem empfiehlt es sich unter anderem, den Ölstand, den Füllstand des Kühlmittels sowie den Zustand der Steuerbatterie zu checken.

Fahrsicherheit

Das Führen eines PKW-Wohnwagen-Gespanns unterscheidet sich vom Fahrverhalten eines gewöhnlichen PKWs. In einem speziellen Fahrsicherheitstraining werden Handlungsmuster und Tipps vermittelt wie das Fahrzeug sicherer und ruhiger bewegt werden kann – vor allem in extremen Situationen.

Übung beim Aufbau von Zelten

 Zelte und Vorzelte sind mit geübten Handgriffen schnell aufgebaut. Wer dies bereits zuhause einübt, spart Zeit und Nerven. Gleiches gilt für die Handhabung der Campingausrüstung, z.B. Gaskocher.

Utensilien für die Packliste

  • Reisepapiere und wichtige Unterlagen: Gültiger Personalausweis oder Reisepass, Führerschein, Grüne Versicherungskarten für Zugwagen/Anhänger, Formular „Europäischer Unfallbericht“, Versicherungspapiere (z.B. Fahrzeugversicherung), Mitgliedskarten bei Automobilclubs oder Campingorganisationen, Papiere für Tiere (EU-Heimtierausweis)
  • Navigationsgerät
  • Reiseapotheke
  • Campingmaterialien (z.B. Schlafsack, Heringe und Seile für das Zelt)
  • Campingküche (Gaskocher, Besteck etc.)
  • Taschenlampe
  • Werkzeugkasten
  • Verbandskasten und Warndreieck

Weitere Tipps und Hinweise

Je nach Reisezeit ist die Reservierung von Stellplätzen sinnvoll, da gerade in den Ferien die Campingplätze schnell belegt sind. Generell dürfen in Deutschland Wohnmobile, Wohnwagen und Anhängergespanne an allen Orten geparkt werden, an denen es laut Straßenverkehrsordnung nicht verboten ist. Das Zelten in der Öffentlichkeit ist in Deutschland nur an speziell gekennzeichneten Orten gestattet. Auf einem privaten Grundstück ist das Einverständnis des Eigentümers einzuholen. Bei einer Fahrt ins Ausland sollten sich Reisende Informationen über aktuelle Zoll- und Einreisebestimmungen einholen.

Dieser Artikel wurde von Markus Müller verfasst. Weitere Informationen und Tipps zum Thema können auch bei Campanda.de  nachgelesen werden.

Bildquellen:

Bild 1: Die Mecklenburgische Seenplatte gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland - commons.wikimedia.org© Leibnitz2610  (CC BY-SA 3.0 )

Bild 2: Je nach Bedarf und Wunsch gibt es verschiedene Wohnmobiltypen - commons.wikimedia.org© Pil56  (CC BY-SA 3.0 )

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland

Der damalige Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Jürgen Büchy, erklärte beim Vorstellen des Reiseberichts 2013 zum Reiseverhalten der Bundesbürger im Handelsblatt : „Die Deutschen verreisen gerne und häufiger“. Dies drückt sich auch in Zahlen aus. Die folgende Statistik legt die Umsatzentwicklung in der Reisebranche – dazu zählen Reisebüros, Reiseveranstalter sowie sonstige Dienstleistungen bei den Urlaubsreservierungen - in Deutschland von 2005 bis 2012 dar. Die Entwicklung ist generell positiv, trotz zweier Umsatzrückgänge in den Jahren 2010 und 2012. Für das Jahr 2013 stagnierte der Umsatz bei 11,7 Milliarden Euro, die Umsatzprognose für 2014 lautete 16,5 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Beliebte Reiseziele in Deutschland

Laut einem Bericht  des Deutschen Reiseverbandes war Bayern die beliebteste Reiseregion der Deutschen im Inland im Jahre 2013. Es folgten Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Zu den Gewinnern der Reisesaison 2013 zählten auch kleinere Ferienregionen wie z.B. die Lüneburger Heide, die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge, die Eifel sowie das Sauerland. Bei den Städtereisezielen der Deutschen lag Berlin an der Spitze vor Hamburg, München, Dresden, Köln, Frankfurt am Main sowie Bremen. Bei ausländischen Gästen war 2013 Berlin bei der Anzahl der Übernachtungen ebenfalls die beliebteste Stadt. Die Plätze zwei und drei belegten München und Frankfurt/Main.

Der Großteil der deutschen Reisenden wird auch in Zukunft Urlaub im eigenen Land verbringen. Gründe für den anhaltenden Boom bei den inländischen Reisezielen gibt es viele. Zum einen die demografische Entwicklung: Für eine älter werdende Gesellschaft sind nah gelegene Ferienziele zunehmend attraktiver. Zum anderen die gut ausgebaute Infrastruktur, ein größeres Angebot an Freizeitaktivitäten und Attraktionen sowie eine steigende Qualität bei den Unterkünften. Der wesentlichste Treiber wird indes in der verkürzten Reisedauer gesehen. Die meisten Bundesbürger verreisen nicht mehrere Wochen am Stück, sondern bevorzugen eine schnelle An- und Abreise. Und da sind besonders Ziele im Inland gefragt.

Campingtourismus in Deutschland

Inexistieren etwa 2.834 geöffnete Campingplätze mit 222.500 Stellplätzen. Das beliebteste Ziel der deutschen Campingurlauber ist Bayern, dort befinden sich auch die meisten Campingplätze. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Niedersachsen und Baden-Württemberg. Bei der Anzahl der Stellplätze nimmt Mecklenburg-Vorpommern den dritten Platz vor Baden-Württemberg ein, die ersten beiden Plätze belegen in dieser Statistik Bayern und Niedersachsen. Über die Hälfte der ausländischen Campingurlauber in Deutschland kommt aus den Niederlanden. Mit deutlichem Abstand folgen die Schweiz, Dänemark und weitere europäische Staaten.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Tipps für Camping-Einsteiger

Speziell für den ersten Campingurlaub gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, damit dieser erfolgreich verläuft. Bei der Reiseplanung sollte viel Zeit eingeplant werden. Die nachfolgenden Hinweise und Tipps sollten für eine entspannte Reise hilfreich sein.

Führerschein

Wer seinen Führerschein der Klasse 3 in Deutschland vor 1999 erworben hat, ist zum Führen von Fahrzeugen bis zu 7,5 t und von Anhängergespannen bis zu 18,75 t berechtigt. Inhaber des seit 1999 gültigen Führerscheins Klasse B dürfen Wohnmobile und ein PKW-Wohnwagen-Gespann nur bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 t fahren.

Der richtige Fahrzeugtyp

Je nach Personenanzahl, Gewicht der Beladung sowie das Mitnehmen von Fahrrädern, Haustieren etc. kommen verschiedene Fahrzeugtypen in Betracht.

Beladen des Wohnwagens

Vor dem Beladen ist es empfehlenswert, das Leergewicht des Wohnwagens, d.h. das Gesamtgewicht der Ausrüstung, die immer vorhanden ist, zu ermitteln. Davon ausgehend kann anschließend das noch zur Verfügung stehende Gewicht bestimmt werden, damit die zulässige Gesamtmasse eingehalten wird. Durch die Achse in der Mitte kommt das Beladen eines Wohnwagens dem Wiegen auf einer Wippe gleich. Gewogen wird am Kupplungskopf und es sollte solange nachgewogen werden, bis die richtige Balance sich eingestellt hat.

Des Weiteren sollte vor dem Antritt der Reise überprüft werden, ob ein Starthilfekabel, ein Ersatzrad sowie ein Wagenheber vorhanden sind. Zudem empfiehlt es sich unter anderem, den Ölstand, den Füllstand des Kühlmittels sowie den Zustand der Steuerbatterie zu checken.

Fahrsicherheit

Das Führen eines PKW-Wohnwagen-Gespanns unterscheidet sich vom Fahrverhalten eines gewöhnlichen PKWs. In einem speziellen Fahrsicherheitstraining werden Handlungsmuster und Tipps vermittelt wie das Fahrzeug sicherer und ruhiger bewegt werden kann – vor allem in extremen Situationen.

Übung beim Aufbau von Zelten

 Zelte und Vorzelte sind mit geübten Handgriffen schnell aufgebaut. Wer dies bereits zuhause einübt, spart Zeit und Nerven. Gleiches gilt für die Handhabung der Campingausrüstung, z.B. Gaskocher.

Utensilien für die Packliste

  • Reisepapiere und wichtige Unterlagen: Gültiger Personalausweis oder Reisepass, Führerschein, Grüne Versicherungskarten für Zugwagen/Anhänger, Formular „Europäischer Unfallbericht“, Versicherungspapiere (z.B. Fahrzeugversicherung), Mitgliedskarten bei Automobilclubs oder Campingorganisationen, Papiere für Tiere (EU-Heimtierausweis)
  • Navigationsgerät
  • Reiseapotheke
  • Campingmaterialien (z.B. Schlafsack, Heringe und Seile für das Zelt)
  • Campingküche (Gaskocher, Besteck etc.)
  • Taschenlampe
  • Werkzeugkasten
  • Verbandskasten und Warndreieck

Weitere Tipps und Hinweise

Je nach Reisezeit ist die Reservierung von Stellplätzen sinnvoll, da gerade in den Ferien die Campingplätze schnell belegt sind. Generell dürfen in Deutschland Wohnmobile, Wohnwagen und Anhängergespanne an allen Orten geparkt werden, an denen es laut Straßenverkehrsordnung nicht verboten ist. Das Zelten in der Öffentlichkeit ist in Deutschland nur an speziell gekennzeichneten Orten gestattet. Auf einem privaten Grundstück ist das Einverständnis des Eigentümers einzuholen. Bei einer Fahrt ins Ausland sollten sich Reisende Informationen über aktuelle Zoll- und Einreisebestimmungen einholen.

Dieser Artikel wurde von Markus Müller verfasst. Weitere Informationen und Tipps zum Thema können auch bei Campanda.de  nachgelesen werden.

Bildquellen:

Bild 1: Die Mecklenburgische Seenplatte gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland - commons.wikimedia.org© Leibnitz2610  (CC BY-SA 3.0 )

Bild 2: Je nach Bedarf und Wunsch gibt es verschiedene Wohnmobiltypen - commons.wikimedia.org© Pil56  (CC BY-SA 3.0 )

Weitere empfohlene Artikel

Hat Dir dieser Artikel geholfen?

Hast Du ein Feedback, Update oder Fragen zum Thema? Kommentiere hier: