Der britische Tagesablauf

Breakfast, Lunch und Dinner

In den meisten Büros in Großbritannien beginnt der Betrieb nicht vor 9 oder 9:30 Uhr, in Werkstätten um 8 oder 8:30 Uhr. Viele Geschäfte öffnen erst um 10 oder gar 10:30 Uhr.

Der britische Tagesablauf

An jedem Arbeitsplatz zwischen Penzance und Berwick gilt die erste Amtshandlung am Morgen der Inbetriebnahme des Wasser­kochers. Denn tea time ist immer und überall – ohne eine Tasse Tee ( white and with sugar? – thank you!) geht nichts. In früheren Zeiten war das Ritual der gewerkschaftlich durchgesetzten Teepause gleichbedeutend mit einer Unterbrechung der Arbeit; das gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Der mug (Pott Tee) steht also jederzeit irgendwo in Reichweite, nachgefüllt wird bei Bedarf.

Britisches Frühstück

Mit einem full English oder auch cooked breakfast, das uns Kontinentaleuropäern so imponiert, beginnt nicht jeder Engländer seinen Tag, bevor er das Haus verlässt.

Viele Berufstätige kippen zwischen Badezimmer- und Haustür hastig ihren Kaffee hinunter, ehe sie zum commuter (Vorortzug) sprinten, oder sie bekennen sich zur Müsli-Sekte und verzehren statt einer gewaltigen Portion ham and eggs and kippers and mushrooms and toast nur ein paar Esslöffel Cornflakes mit geschnipselter Obstbeilage plus Yoghurt.

Der am Morgen geübte Verzichtet auf Nahrungszuführung wird in aller Regel mittags zwischen halb eins und halb zwei bestens ausgeglichen. I’m just popping out for lunch (ich bin nur mal eben kurz zum Lunch weg) klingt bei Chris Beecham so, als sei er in zehn Minuten wieder zurück. Aber dann wird es doch eine Stunde, denn allein schon der Bestellvorgang für die Portion Pommes und die Riesenscampi mit Sour Cream dauert dreißig Minuten, weil genau zur selben Zeit drei Dutzend Gleichhungriger der Küche im » The Bear and His Ragged Staff« ähnlich lautende Aufträge erteilen. Das mit dem kurzen pop out funktioniert nur bei denen, die sich in der Fast-Food-Salatbar nebenan mit einem Schinken- oder Käsesandwich versorgen, es in transparenter Hartplastik­umhüllung mit ins Büro nehmen und dort bei einer cuppa zwischen Mausklick und der nächsten E-Mail herunterwürgen. Wer eine solide Frühstücksgrundlage hat, bei dem hält das bis zum Abend vor.

In gepflegten Landhaushalten spielt sich der Lunch nicht ganz so frugal ab, aber ein »ordentliches Mittagessen« ist es meist auch nicht. Die Hauptmahlzeit wird als dinner oder supper abends ein­genommen.

Feierabend

In den Büros wird bis 17 oder 18 Uhr gearbeitet. Freitags früher Schluss zu machen, ist wie bei uns üblich geworden. Die Läden schließen zu sehr verschiedenen Tageszeiten (ihre Öffnungszeiten stehen nicht immer an der Ladentür), aber sie haben samstags meist ebenso lange auf wie an den anderen Werktagen, viele auch am Sonntagvormittag.

Im großen und ganzen entspricht der englische Tages­rhythmus also dem unseren. Sonntags wird ein wenig länger geschlafen, der Garten besorgt, am Haus gewerkelt oder am Rasenmäher gebastelt. Oder man fährt mit Familie, Picknickkorb und Klappstühlen an die See, in einen Safaripark oder zu einem Oldtimer-Bergrennen. Auch wenn der angekündigte Tiefausläufer wieder einmal für die sonntagstypische Intensivdurchfeuchtung sorgt. » Well, not too bad...« wird der Engländer antworten, sollte er am nächsten Morgen von seiner Frau gefragt werden, wie das Wetter am Ausflugsziel gewesen sei. War’s einigermaßen sonnig, könnte die Antwort auch lauten: » It was terribly hot«...

An jedem Arbeitsplatz zwischen Penzance und Berwick gilt die erste Amtshandlung am Morgen der Inbetriebnahme des Wasser­kochers. Denn tea time ist immer und überall – ohne eine Tasse Tee ( white and with sugar? – thank you!) geht nichts. In früheren Zeiten war das Ritual der gewerkschaftlich durchgesetzten Teepause gleichbedeutend mit einer Unterbrechung der Arbeit; das gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Der mug (Pott Tee) steht also jederzeit irgendwo in Reichweite, nachgefüllt wird bei Bedarf.

Britisches Frühstück

Mit einem full English oder auch cooked breakfast, das uns Kontinentaleuropäern so imponiert, beginnt nicht jeder Engländer seinen Tag, bevor er das Haus verlässt.

Viele Berufstätige kippen zwischen Badezimmer- und Haustür hastig ihren Kaffee hinunter, ehe sie zum commuter (Vorortzug) sprinten, oder sie bekennen sich zur Müsli-Sekte und verzehren statt einer gewaltigen Portion ham and eggs and kippers and mushrooms and toast nur ein paar Esslöffel Cornflakes mit geschnipselter Obstbeilage plus Yoghurt.

Der am Morgen geübte Verzichtet auf Nahrungszuführung wird in aller Regel mittags zwischen halb eins und halb zwei bestens ausgeglichen. I’m just popping out for lunch (ich bin nur mal eben kurz zum Lunch weg) klingt bei Chris Beecham so, als sei er in zehn Minuten wieder zurück. Aber dann wird es doch eine Stunde, denn allein schon der Bestellvorgang für die Portion Pommes und die Riesenscampi mit Sour Cream dauert dreißig Minuten, weil genau zur selben Zeit drei Dutzend Gleichhungriger der Küche im » The Bear and His Ragged Staff« ähnlich lautende Aufträge erteilen. Das mit dem kurzen pop out funktioniert nur bei denen, die sich in der Fast-Food-Salatbar nebenan mit einem Schinken- oder Käsesandwich versorgen, es in transparenter Hartplastik­umhüllung mit ins Büro nehmen und dort bei einer cuppa zwischen Mausklick und der nächsten E-Mail herunterwürgen. Wer eine solide Frühstücksgrundlage hat, bei dem hält das bis zum Abend vor.

In gepflegten Landhaushalten spielt sich der Lunch nicht ganz so frugal ab, aber ein »ordentliches Mittagessen« ist es meist auch nicht. Die Hauptmahlzeit wird als dinner oder supper abends ein­genommen.

Feierabend

In den Büros wird bis 17 oder 18 Uhr gearbeitet. Freitags früher Schluss zu machen, ist wie bei uns üblich geworden. Die Läden schließen zu sehr verschiedenen Tageszeiten (ihre Öffnungszeiten stehen nicht immer an der Ladentür), aber sie haben samstags meist ebenso lange auf wie an den anderen Werktagen, viele auch am Sonntagvormittag.

Im großen und ganzen entspricht der englische Tages­rhythmus also dem unseren. Sonntags wird ein wenig länger geschlafen, der Garten besorgt, am Haus gewerkelt oder am Rasenmäher gebastelt. Oder man fährt mit Familie, Picknickkorb und Klappstühlen an die See, in einen Safaripark oder zu einem Oldtimer-Bergrennen. Auch wenn der angekündigte Tiefausläufer wieder einmal für die sonntagstypische Intensivdurchfeuchtung sorgt. » Well, not too bad...« wird der Engländer antworten, sollte er am nächsten Morgen von seiner Frau gefragt werden, wie das Wetter am Ausflugsziel gewesen sei. War’s einigermaßen sonnig, könnte die Antwort auch lauten: » It was terribly hot«...

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in England.

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