Typisch amerikanisch einrichten

Einrichtung à la USA

In die USA auszuwandern, ist für viele Menschen ein Traum. Den deutschen Stil möchten die Auswanderer allerdings hinter sich lassen und sich den Gepflogenheiten des neuen Landes anpassen. 

Typisch amerikanisch einrichten

An erster Stelle steht die Wohnungssuche im neuen Heimatland. Sobald diese erledigt ist, geht es daran, den American Way of Life zu leben. Und der soll auch bei der Einrichtung umgesetzt werden. Mit einigen Ratschlägen lässt sich der US-amerikanische Flair leicht in die eigenen vier Wände bringen.

Inspiration durch Bildersuche

Schon bevor die Auswanderung startet, können sich die Auswanderer inspirieren lassen. Es kann so ein konkretes Bild entstehen, wie die neue Unterkunft aussehen soll. Natürlich ist die Raumaufteilung nicht vorherzusehen. Wer sich aber flexibel zeigt, hat keine Probleme, seine Vorstellungen umsetzen zu können.

Es gibt zahlreiche Fachzeitschriften, Magazine und Bücher, die sich mit dem Thema Wohnen befassen. Hier einige Exemplare zu finden, in denen amerikanische Stile aufgeführt sind, ist kein Problem. Über Suchmaschinen lassen sich anhand der Bildersuche unzählige Bilder finden, die zeigen, wie die typische Einrichtung in den USA aussieht. Es gibt einige Aspekte, die dabei immer wieder auftauchen und als typisch für das Einwandererland gelten.

Schaukeln auf der Veranda

Der Shaker-Stil hat seinen Ursprung bereits im 17. Jahrhundert und lässt sich auf die Freikirche der Shaker zurückführen. Er ist auch heute noch aktuell und sehr beliebt.

  • Dieser Stil zeichnet sich durch die funktionalen Holzmöbel aus.
  • Das Holz kann durch seine natürliche Schönheit beeindrucken.
  • Häufig kommen Pinie, Nussbaum oder Ahorn zum Einsatz.
  • Die Formen sind zurückhaltend.
  • Ein typisches Beispiel ist der Schaukelstuhl, der auf der Veranda von vielen amerikanischen Häusern zu finden war und ist.
  • Die Möbel kommen besonders gut zur Geltung, wenn die übrige Einrichtung sich ebenfalls zurücknimmt, sodass der Fokus auf den einzelnen Stücken liegt.

Auf der Veranda stand nicht nur ein Schaukelstuhl, sondern in vielen Fällen ebenso die Hollywoodschaukel. In den 50er-Jahren schwappte dieser Trend nach Deutschland, als sie in amerikanischen Filmen häufig zu sehen war. Die Schaukeln waren lange Zeit häufig mit geblümten Mustern und Volant am Dach zu sehen, heute sind sie jedoch auch im minimalistischen Look zu finden, sodass für jeden Geschmack der passende Stil zu finden ist. Allerdings hat nicht jeder das Glück, ein Haus mit der typischen Veranda zu finden. Die Hollywoodschaukel passt aber ebenso in den Garten oder auf den Balkon.

Quilts: Leidenschaft mit Tradition

Ebenfalls typisch amerikanisch sind die beliebten Quiltdecken. Frauen beschäftigen sich viele Stunden täglich mit diesem Hobby und schaffen beeindruckende Werke, die durch ihre farbenfrohen Muster beeindrucken. Die Anfänge der Quilts liegen im 17. Jahrhundert. Ob die ärmeren Frauen aus Stoffresten Decken nähten, um so ihr karges Zuhause zu schmücken oder ob wohlhabende Frauen sich so aus gekauften Stoffen die ersten Accessoires schafften, ist umstritten. Als jedoch im 19. Jahrhundert die Produktion von Stoffen in den USA Einzug hielt, hatten mehr Menschen Zugang zu Stoffen und beschäftigten sich mit diesem Material. In dieser Zeit entstanden Muster wie die „Irish Chain“, die Irische Kette, die noch heute sehr beliebt ist.

Schon damals war es üblich, dass Frauen aufwendige Decken nähten und sie für einen guten Zweck versteigerten. Diese Tradition ist bis heute geblieben. Während des zweiten Weltkriegs ging das Interesse am Quilten verloren und erwachte in den 60er-Jahren wieder. Heute sind besonders schöne Stücke aus der Vergangenheit in speziellen Museen ausgestellt, die sich mit dieser Technik beschäftigen.

Während beim Quilten mehrere Stoffschichten zu verarbeiten sind, kommt bei einem Patchwork-Muster lediglich eine Schicht vor. Das Patchworken ist aber ebenfalls eine gute Methode, um sich schöne Decken zu gestalten, die an Quilts erinnern. Außerdem ist sie besser für Anfänger geeignet. Weiter unten haben wir ein Video zum Patchworken für Sie.

Neid ist fehl am Platz

Große Kühlschränke sind in den USA ein Must-Have. Europäer zeigen sich oft erstaunt, wenn sie sehen, welche Mengen dort aufzuheben sind.

  • Ein Ice-Crusher ist das Mindeste, was diese Geräte an Luxus vorweisen.
  • Typisch sind das hohe Format und die beiden Türen, sodass er von beiden Seiten zu öffnen ist.
  • Neben dem Ice-Crusher gibt es bei modernen Geräten zusätzlich Eiswürfel und gekühltes Trinkwasser.
  • Sogar eine Minibar ist teilweise in einer Tür versteckt oder über einen Flatscreen lässt sich beim Kochen fernsehen.

Bei den Kühlschränken lässt sich eine generelle Eigenschaft erkennen, die sich in weiteren Bereichen fortsetzt: Neid ist in Amerika nur selten anzutreffen. Wer es zu etwas gebracht hat und viel Geld verdient, zeigt dies mit Stolz: Bigger is better! Sich mit großen und beeindruckenden Möbeln zu umgeben, ist dann nur natürlich. Einwanderer, die es schaffen, sich in den USA ein Leben aufzubauen, können auf diese Leistung ebenfalls stolz sein.

Ideen für die entsprechende Innenausstattung

Um die Wohnung entsprechend diesem Gedanken zu gestalten, empfehlen sich die folgenden Einrichtungsgegenstände: Groß und beeindruckend sollten daher Sofas und Sessel sein, die durch schwere Teppiche sowie eher prunkvolle, außergewöhnliche Accessoires und Dekorationen verstärkt werden. Für die Wahl der Möbel kann daher – natürlich abhängig vom restlichen Stil des Interieurs – dunkles, massiv wirkendes Holz eine Hilfe sein. Im Falle einer eher rustikalen Wohnungsgestaltung ist dabei auf den Gesamteindruck wertzulegen, welcher durch warmes Licht, antik angehauchte Gegenstände und vor allem durch Tapeten mit klassischen Mustern abgerundet werden kann. Da die USA mit etwa 400 Jahren eine vergleichsweise junge Nation ist, üben alt wirkende Einrichtungen eine gewisse Faszination auf viele Amerikaner aus.

Wer hingegen einen modernen Stil pflegen möchte, sollte zu leicht wirkenden Möbeln mit hellem Holz oder gar glanzlackierter Oberfläche greifen, für die Beleuchtung nicht nur ausgefallene Lampen, sondern auch beispielsweise Glaselemente mit farbigen LEDs verwenden. Die Wände sollten in diesem Fall ebenfalls auffällig gestaltet werden, wofür sich mehrfarbig gestrichene Wände oder Tapeten mit ungewöhnlichen Mustern bzw. Fotomotiven eignen. Was uns in Deutschland als ein wenig exzentrisch erscheinen würde, ist in Amerika durchaus üblich und entspricht weitestgehend dem Motto „Bigger is better“.

Mehr Informationen und eine entsprechende Auswahl zu den erwähnten Tapeten gibt es auf www.wallcover.com .

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Bild 1: Eher schlichte Modelle sind heutzutage ebenfalls sehr beliebt.

Pixabay.com © Antranias (CC0 1.0)

Bild 2: Um einen solch aufwändigen Quilt herzustellen, vergehen einige Wochen Arbeitszeit.

Pixabay.com © (CC0 1.0)

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Dieser Artikel wurde von Markus Müller verfasst.

An erster Stelle steht die Wohnungssuche im neuen Heimatland. Sobald diese erledigt ist, geht es daran, den American Way of Life zu leben. Und der soll auch bei der Einrichtung umgesetzt werden. Mit einigen Ratschlägen lässt sich der US-amerikanische Flair leicht in die eigenen vier Wände bringen.

Inspiration durch Bildersuche

Schon bevor die Auswanderung startet, können sich die Auswanderer inspirieren lassen. Es kann so ein konkretes Bild entstehen, wie die neue Unterkunft aussehen soll. Natürlich ist die Raumaufteilung nicht vorherzusehen. Wer sich aber flexibel zeigt, hat keine Probleme, seine Vorstellungen umsetzen zu können.

Es gibt zahlreiche Fachzeitschriften, Magazine und Bücher, die sich mit dem Thema Wohnen befassen. Hier einige Exemplare zu finden, in denen amerikanische Stile aufgeführt sind, ist kein Problem. Über Suchmaschinen lassen sich anhand der Bildersuche unzählige Bilder finden, die zeigen, wie die typische Einrichtung in den USA aussieht. Es gibt einige Aspekte, die dabei immer wieder auftauchen und als typisch für das Einwandererland gelten.

Schaukeln auf der Veranda

Der Shaker-Stil hat seinen Ursprung bereits im 17. Jahrhundert und lässt sich auf die Freikirche der Shaker zurückführen. Er ist auch heute noch aktuell und sehr beliebt.

  • Dieser Stil zeichnet sich durch die funktionalen Holzmöbel aus.
  • Das Holz kann durch seine natürliche Schönheit beeindrucken.
  • Häufig kommen Pinie, Nussbaum oder Ahorn zum Einsatz.
  • Die Formen sind zurückhaltend.
  • Ein typisches Beispiel ist der Schaukelstuhl, der auf der Veranda von vielen amerikanischen Häusern zu finden war und ist.
  • Die Möbel kommen besonders gut zur Geltung, wenn die übrige Einrichtung sich ebenfalls zurücknimmt, sodass der Fokus auf den einzelnen Stücken liegt.

Auf der Veranda stand nicht nur ein Schaukelstuhl, sondern in vielen Fällen ebenso die Hollywoodschaukel. In den 50er-Jahren schwappte dieser Trend nach Deutschland, als sie in amerikanischen Filmen häufig zu sehen war. Die Schaukeln waren lange Zeit häufig mit geblümten Mustern und Volant am Dach zu sehen, heute sind sie jedoch auch im minimalistischen Look zu finden, sodass für jeden Geschmack der passende Stil zu finden ist. Allerdings hat nicht jeder das Glück, ein Haus mit der typischen Veranda zu finden. Die Hollywoodschaukel passt aber ebenso in den Garten oder auf den Balkon.

Quilts: Leidenschaft mit Tradition

Ebenfalls typisch amerikanisch sind die beliebten Quiltdecken. Frauen beschäftigen sich viele Stunden täglich mit diesem Hobby und schaffen beeindruckende Werke, die durch ihre farbenfrohen Muster beeindrucken. Die Anfänge der Quilts liegen im 17. Jahrhundert. Ob die ärmeren Frauen aus Stoffresten Decken nähten, um so ihr karges Zuhause zu schmücken oder ob wohlhabende Frauen sich so aus gekauften Stoffen die ersten Accessoires schafften, ist umstritten. Als jedoch im 19. Jahrhundert die Produktion von Stoffen in den USA Einzug hielt, hatten mehr Menschen Zugang zu Stoffen und beschäftigten sich mit diesem Material. In dieser Zeit entstanden Muster wie die „Irish Chain“, die Irische Kette, die noch heute sehr beliebt ist.

Schon damals war es üblich, dass Frauen aufwendige Decken nähten und sie für einen guten Zweck versteigerten. Diese Tradition ist bis heute geblieben. Während des zweiten Weltkriegs ging das Interesse am Quilten verloren und erwachte in den 60er-Jahren wieder. Heute sind besonders schöne Stücke aus der Vergangenheit in speziellen Museen ausgestellt, die sich mit dieser Technik beschäftigen.

Während beim Quilten mehrere Stoffschichten zu verarbeiten sind, kommt bei einem Patchwork-Muster lediglich eine Schicht vor. Das Patchworken ist aber ebenfalls eine gute Methode, um sich schöne Decken zu gestalten, die an Quilts erinnern. Außerdem ist sie besser für Anfänger geeignet. Weiter unten haben wir ein Video zum Patchworken für Sie.

Neid ist fehl am Platz

Große Kühlschränke sind in den USA ein Must-Have. Europäer zeigen sich oft erstaunt, wenn sie sehen, welche Mengen dort aufzuheben sind.

  • Ein Ice-Crusher ist das Mindeste, was diese Geräte an Luxus vorweisen.
  • Typisch sind das hohe Format und die beiden Türen, sodass er von beiden Seiten zu öffnen ist.
  • Neben dem Ice-Crusher gibt es bei modernen Geräten zusätzlich Eiswürfel und gekühltes Trinkwasser.
  • Sogar eine Minibar ist teilweise in einer Tür versteckt oder über einen Flatscreen lässt sich beim Kochen fernsehen.

Bei den Kühlschränken lässt sich eine generelle Eigenschaft erkennen, die sich in weiteren Bereichen fortsetzt: Neid ist in Amerika nur selten anzutreffen. Wer es zu etwas gebracht hat und viel Geld verdient, zeigt dies mit Stolz: Bigger is better! Sich mit großen und beeindruckenden Möbeln zu umgeben, ist dann nur natürlich. Einwanderer, die es schaffen, sich in den USA ein Leben aufzubauen, können auf diese Leistung ebenfalls stolz sein.

Ideen für die entsprechende Innenausstattung

Um die Wohnung entsprechend diesem Gedanken zu gestalten, empfehlen sich die folgenden Einrichtungsgegenstände: Groß und beeindruckend sollten daher Sofas und Sessel sein, die durch schwere Teppiche sowie eher prunkvolle, außergewöhnliche Accessoires und Dekorationen verstärkt werden. Für die Wahl der Möbel kann daher – natürlich abhängig vom restlichen Stil des Interieurs – dunkles, massiv wirkendes Holz eine Hilfe sein. Im Falle einer eher rustikalen Wohnungsgestaltung ist dabei auf den Gesamteindruck wertzulegen, welcher durch warmes Licht, antik angehauchte Gegenstände und vor allem durch Tapeten mit klassischen Mustern abgerundet werden kann. Da die USA mit etwa 400 Jahren eine vergleichsweise junge Nation ist, üben alt wirkende Einrichtungen eine gewisse Faszination auf viele Amerikaner aus.

Wer hingegen einen modernen Stil pflegen möchte, sollte zu leicht wirkenden Möbeln mit hellem Holz oder gar glanzlackierter Oberfläche greifen, für die Beleuchtung nicht nur ausgefallene Lampen, sondern auch beispielsweise Glaselemente mit farbigen LEDs verwenden. Die Wände sollten in diesem Fall ebenfalls auffällig gestaltet werden, wofür sich mehrfarbig gestrichene Wände oder Tapeten mit ungewöhnlichen Mustern bzw. Fotomotiven eignen. Was uns in Deutschland als ein wenig exzentrisch erscheinen würde, ist in Amerika durchaus üblich und entspricht weitestgehend dem Motto „Bigger is better“.

Mehr Informationen und eine entsprechende Auswahl zu den erwähnten Tapeten gibt es auf www.wallcover.com .

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Bild 1: Eher schlichte Modelle sind heutzutage ebenfalls sehr beliebt.

Pixabay.com © Antranias (CC0 1.0)

Bild 2: Um einen solch aufwändigen Quilt herzustellen, vergehen einige Wochen Arbeitszeit.

Pixabay.com © (CC0 1.0)

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Dieser Artikel wurde von Markus Müller verfasst.

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