Studienaufbau

Regelstudium, Aufbaustudium und Masters Courses

Früher waren die Studienjahre in Großbritannien traditionell in drei Trimester, genannt Terms, von zehn bis zwölf Wochen Dauer eingeteilt. Mittlerweile haben die meisten Universitäten die im übrigen Europa übliche Aufteilung in zwei Semester übernommen.

Studienaufbau

Das Studium wird meistens mit dem Wintersemester aufgenommen, das Ende September oder Anfang Oktober beginnt. Ein Studieneinstieg zum Sommersemester ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Vorlesungsfreie Zeiten sind in der Regel über Weihnachten, Ostern und im Sommer. Für Ihre genaue Terminplanung beachten Sie bitte unbedingt die auf den Webseiten der jeweiligen Hochschulen aktualisierten Termine.

Regelstudium

Studenten können aus drei verschiedenen Studienprogrammen auswählen:

  • Die Single Subject Courses widmen sich ausschließlich einem Fach;
  • bei Joint Subject Courses kombiniert man zwei Fächer in der Regel gleichwertig als Hauptfächer;
  • Combined Subject Courses ermöglichen die Auswahl von einem Hauptfach und von bis zu zwei Nebenfächern. Die Kombinationsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig.  

Eine der wichtigsten britischen Informationsquellen für Studieninformationen ist das Webportal HERO ( Higher Education & Research Opportunities in the United Kingdom).

Einen guten Überblick über das Angebot an Undergraduate-Studiengängen in Großbritannien können Sie sich sowohl online verschaffen als auch über Studienführer und Prospekte. Letztere erhalten Sie als „ Undergraduate Prospectuses“ direkt bei den Hochschulen.

Gute Buchempfehlungen stellen die University Guides der Zeitungen Times und Guardian dar. Sehr übersichtlich und aktuell ist die Website des Universities and Colleges Admissions Service unter www.ucas.com , auf der eine vollständige Auflistung der verfügbaren Undergraduate-Studiengänge zu finden ist.

Für berufsbezogene Studienfächer legen die jeweils zuständigen Berufsorganisationen Ausbildungsstandards fest, z.B. das Royal Institute of British Architects für architektonische Studienprogramme. Bei akademischen Studienfächern wie z.B. Geschichte, Politik oder Philosophie gibt es keine festen Rahmenordnungen. Daher können die Studienmöglichkeiten inhaltlich je nach Hochschule sehr unterschiedlich akzentuiert sein. Dies sollte bei der Studienauswahl unbedingt berücksichtigt werden.

Vorlesungen, Seminare und Tutorials sind die wichtigsten Veranstaltungsarten im Stundenplan britischer Universitäten. Die Vorlesungen dauern an den meisten Hochschulen 50 Minuten und sind häufig Pflichtveranstaltungen. Seminare erfordern einiges an Engagement angesichts der Erwartung reger Mitarbeit. Studenten müssen häufig die Diskussionen moderieren und Kurzbeiträge zum jeweiligen Thema vorbereiten. Die Tutorials bieten die Möglichkeit, in kleiner und informeller Runde studienbezogene Fragen mit einem persönlichen Tutor zu klären. Einige Studienfächer sehen als weitere Veranstaltungsform auch noch Praktika vor, z.B. in Form von Laborarbeit, Übungen, Umfragen oder Studioarbeit.

An vielen Hochschulen ist der inhaltliche Ablauf des Studienjahres fest vorgegeben. Betrachtet man deren Prospekte oder Webseiten, so werden deswegen die einzelnen Studiengänge meistens genau vorgestellt und sind nicht mit den in Deutschland üblichen Vorlesungsverzeichnissen zu vergleichen.

Die Studienprogramme sind in der Regel von Beginn an spezialisiert, spätestens jedoch mit dem zweiten Studienjahr. Eine Ausnahme davon bilden die Programme schottischer Hochschulen, bei denen eine Spezialisierung erst im dritten Studienjahr erfolgt.

Es gibt seit einiger Zeit aber immer mehr Hochschulen, die neue Studienstrukturen einführen. Studenten müssen dabei fachbezogene Kurse absolvieren, bezeichnet als „ Units“, schriftliche Arbeiten anfertigen („ Theses“) oder durch Praktika Punkte sammeln. Das gibt den Studenten die Möglichkeit, ihr Studium flexibler zu gestalten, da neben Pflichtkursen, meistens „ Core Units“ genannt, mit fortschreitender Studiendauer immer mehr Fachkurse ( Electives) gewählt werden können.

Das für Großbritannien geltende CATS-Schema ( Credit Accumulation and Transfer Scheme) legt die zu erbringenden Leistungen eines Studienjahres auf 120 Punkte fest, im Gegensatz zum innerhalb der EU eingeführten ECTS-Schema ( European Credit Transfer Scheme), das 60 Punkte vorsieht.

Fachkurse widmen sich einem für das Studienfach relevanten Thema und schließen alle vorgenannten Lehrveranstaltungsarten ein. Jeder Fachkurs wird mit einer Leistungsüberprüfung abgeschlossen, meist in schriftlicher Form durch Klausuren („ Exams“) oder durch das Anfertigen von Hausarbeiten („ Essays“). Mit bestandener Prüfung erhält man die für den Fachkurs vorgegebene Punktzahl.

Je nachdem, wie eine Hochschule das Studienjahr einteilt und welchen Umfang ein Fachkurs hat, können in der Regel pro Trimester zwei bis vier, pro Semester drei bis sechs Fachkurse belegt werden. Während früher schriftliche Prüfungen vor allem am Ende eines jeden Studienjahres oder nur im ersten und letzten Studienjahr durchgeführt wurden, findet nun eine kontinuierliche Überprüfung der Studienleistungen statt. Mündliche Prüfungen spielen dabei eine untergeordnete Rolle.

Ab dem zweiten Studienjahr gehen die Studienleistungen bereits mit in das Abschlusszeugnis ein bzw. beeinflussen die Abschlussnoten in den einzelnen Fächern. Wichtig zu wissen ist, dass Abschlussprüfungen zwar nicht wiederholt werden können, man aber einen Pass Degree erhält, wenn man sie nicht besteht.

Viele Universitätsprospekte enthalten bereits Listen der Pflicht- und Wahlfachkurse für die verschiedenen Studienangebote. Die Webseiten der Universitäten sind unentbehrliche Informationsquellen, um sich einen Überblick über Pflicht- und Wahlfachkurse für die verschiedenen Studienangebote zu verschaffen. Daneben enthalten aber auch deren schriftliche Informationsmaterialien die Universitätsprospekte und die Broschüren zu den einzelnen Studiengängen („ Course Handbooks“), ausführliche Informationen. Diese können von den Universitäten bzw. vom jeweiligen Fachbereich angefordert werden.

Aufbaustudium

Die Programme für ein Aufbaustudium ermöglichen unter anderem

  • eine weitere fachliche Spezialisierung und Vertiefung des bereits studierten Faches,
  • eine Zusatzqualifikation in einem bisher nicht studierten Fach, bezeichnet als „ Conversion Course“, sowie
  • die Erlangung von Qualifikationen, die für die Ausübung bestimmter Berufe Voraussetzung sind, z. B. für Architekten, Ingenieure oder Juristen.

Taught Masters Courses

Bei den so genannten Taught Masters Courses absolviert man ein Programm von Vorlesungen, Seminaren und Tutorials oder eine Reihe von Fachkursen. Der Abschluss des Studienganges ist danach in der Regel der Erarbeitung einer Dissertation oder einer „ Masters Thesis“ vorbehalten.

Ein Taught Masters Course ist meist in kürzerer Zeit zu absolviere als die Research Courses, die die forschungsintensivere Variante darstellen.

Research Masters Courses

Die wissenschaftliche Forschungsarbeit steht bei den Research Masters Courses im Vordergrund, wobei aber in zunehmendem Maße auch in diese Programme Lehrveranstaltungen aufgenommen werden. Ziel der Forschung ist die Verfassung einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit, der „ Thesis“. Deren Ergebnisse müssen in einer abschließenden Prüfung verteidigt werden. Research Masters Courses stellen oft auch den Einstieg in ein Doktorandenprogramm („ PhD Course“) dar und sind teilweise sogar Voraussetzung dafür.

Das Studium wird meistens mit dem Wintersemester aufgenommen, das Ende September oder Anfang Oktober beginnt. Ein Studieneinstieg zum Sommersemester ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Vorlesungsfreie Zeiten sind in der Regel über Weihnachten, Ostern und im Sommer. Für Ihre genaue Terminplanung beachten Sie bitte unbedingt die auf den Webseiten der jeweiligen Hochschulen aktualisierten Termine.

Regelstudium

Studenten können aus drei verschiedenen Studienprogrammen auswählen:

  • Die Single Subject Courses widmen sich ausschließlich einem Fach;
  • bei Joint Subject Courses kombiniert man zwei Fächer in der Regel gleichwertig als Hauptfächer;
  • Combined Subject Courses ermöglichen die Auswahl von einem Hauptfach und von bis zu zwei Nebenfächern. Die Kombinationsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig.  

Eine der wichtigsten britischen Informationsquellen für Studieninformationen ist das Webportal HERO ( Higher Education & Research Opportunities in the United Kingdom).

Einen guten Überblick über das Angebot an Undergraduate-Studiengängen in Großbritannien können Sie sich sowohl online verschaffen als auch über Studienführer und Prospekte. Letztere erhalten Sie als „ Undergraduate Prospectuses“ direkt bei den Hochschulen.

Gute Buchempfehlungen stellen die University Guides der Zeitungen Times und Guardian dar. Sehr übersichtlich und aktuell ist die Website des Universities and Colleges Admissions Service unter www.ucas.com , auf der eine vollständige Auflistung der verfügbaren Undergraduate-Studiengänge zu finden ist.

Für berufsbezogene Studienfächer legen die jeweils zuständigen Berufsorganisationen Ausbildungsstandards fest, z.B. das Royal Institute of British Architects für architektonische Studienprogramme. Bei akademischen Studienfächern wie z.B. Geschichte, Politik oder Philosophie gibt es keine festen Rahmenordnungen. Daher können die Studienmöglichkeiten inhaltlich je nach Hochschule sehr unterschiedlich akzentuiert sein. Dies sollte bei der Studienauswahl unbedingt berücksichtigt werden.

Vorlesungen, Seminare und Tutorials sind die wichtigsten Veranstaltungsarten im Stundenplan britischer Universitäten. Die Vorlesungen dauern an den meisten Hochschulen 50 Minuten und sind häufig Pflichtveranstaltungen. Seminare erfordern einiges an Engagement angesichts der Erwartung reger Mitarbeit. Studenten müssen häufig die Diskussionen moderieren und Kurzbeiträge zum jeweiligen Thema vorbereiten. Die Tutorials bieten die Möglichkeit, in kleiner und informeller Runde studienbezogene Fragen mit einem persönlichen Tutor zu klären. Einige Studienfächer sehen als weitere Veranstaltungsform auch noch Praktika vor, z.B. in Form von Laborarbeit, Übungen, Umfragen oder Studioarbeit.

An vielen Hochschulen ist der inhaltliche Ablauf des Studienjahres fest vorgegeben. Betrachtet man deren Prospekte oder Webseiten, so werden deswegen die einzelnen Studiengänge meistens genau vorgestellt und sind nicht mit den in Deutschland üblichen Vorlesungsverzeichnissen zu vergleichen.

Die Studienprogramme sind in der Regel von Beginn an spezialisiert, spätestens jedoch mit dem zweiten Studienjahr. Eine Ausnahme davon bilden die Programme schottischer Hochschulen, bei denen eine Spezialisierung erst im dritten Studienjahr erfolgt.

Es gibt seit einiger Zeit aber immer mehr Hochschulen, die neue Studienstrukturen einführen. Studenten müssen dabei fachbezogene Kurse absolvieren, bezeichnet als „ Units“, schriftliche Arbeiten anfertigen („ Theses“) oder durch Praktika Punkte sammeln. Das gibt den Studenten die Möglichkeit, ihr Studium flexibler zu gestalten, da neben Pflichtkursen, meistens „ Core Units“ genannt, mit fortschreitender Studiendauer immer mehr Fachkurse ( Electives) gewählt werden können.

Das für Großbritannien geltende CATS-Schema ( Credit Accumulation and Transfer Scheme) legt die zu erbringenden Leistungen eines Studienjahres auf 120 Punkte fest, im Gegensatz zum innerhalb der EU eingeführten ECTS-Schema ( European Credit Transfer Scheme), das 60 Punkte vorsieht.

Fachkurse widmen sich einem für das Studienfach relevanten Thema und schließen alle vorgenannten Lehrveranstaltungsarten ein. Jeder Fachkurs wird mit einer Leistungsüberprüfung abgeschlossen, meist in schriftlicher Form durch Klausuren („ Exams“) oder durch das Anfertigen von Hausarbeiten („ Essays“). Mit bestandener Prüfung erhält man die für den Fachkurs vorgegebene Punktzahl.

Je nachdem, wie eine Hochschule das Studienjahr einteilt und welchen Umfang ein Fachkurs hat, können in der Regel pro Trimester zwei bis vier, pro Semester drei bis sechs Fachkurse belegt werden. Während früher schriftliche Prüfungen vor allem am Ende eines jeden Studienjahres oder nur im ersten und letzten Studienjahr durchgeführt wurden, findet nun eine kontinuierliche Überprüfung der Studienleistungen statt. Mündliche Prüfungen spielen dabei eine untergeordnete Rolle.

Ab dem zweiten Studienjahr gehen die Studienleistungen bereits mit in das Abschlusszeugnis ein bzw. beeinflussen die Abschlussnoten in den einzelnen Fächern. Wichtig zu wissen ist, dass Abschlussprüfungen zwar nicht wiederholt werden können, man aber einen Pass Degree erhält, wenn man sie nicht besteht.

Viele Universitätsprospekte enthalten bereits Listen der Pflicht- und Wahlfachkurse für die verschiedenen Studienangebote. Die Webseiten der Universitäten sind unentbehrliche Informationsquellen, um sich einen Überblick über Pflicht- und Wahlfachkurse für die verschiedenen Studienangebote zu verschaffen. Daneben enthalten aber auch deren schriftliche Informationsmaterialien die Universitätsprospekte und die Broschüren zu den einzelnen Studiengängen („ Course Handbooks“), ausführliche Informationen. Diese können von den Universitäten bzw. vom jeweiligen Fachbereich angefordert werden.

Aufbaustudium

Die Programme für ein Aufbaustudium ermöglichen unter anderem

  • eine weitere fachliche Spezialisierung und Vertiefung des bereits studierten Faches,
  • eine Zusatzqualifikation in einem bisher nicht studierten Fach, bezeichnet als „ Conversion Course“, sowie
  • die Erlangung von Qualifikationen, die für die Ausübung bestimmter Berufe Voraussetzung sind, z. B. für Architekten, Ingenieure oder Juristen.

Taught Masters Courses

Bei den so genannten Taught Masters Courses absolviert man ein Programm von Vorlesungen, Seminaren und Tutorials oder eine Reihe von Fachkursen. Der Abschluss des Studienganges ist danach in der Regel der Erarbeitung einer Dissertation oder einer „ Masters Thesis“ vorbehalten.

Ein Taught Masters Course ist meist in kürzerer Zeit zu absolviere als die Research Courses, die die forschungsintensivere Variante darstellen.

Research Masters Courses

Die wissenschaftliche Forschungsarbeit steht bei den Research Masters Courses im Vordergrund, wobei aber in zunehmendem Maße auch in diese Programme Lehrveranstaltungen aufgenommen werden. Ziel der Forschung ist die Verfassung einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit, der „ Thesis“. Deren Ergebnisse müssen in einer abschließenden Prüfung verteidigt werden. Research Masters Courses stellen oft auch den Einstieg in ein Doktorandenprogramm („ PhD Course“) dar und sind teilweise sogar Voraussetzung dafür.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Studieren in Großbritannien. Klicken Sie hier, um ein Exemplar zu bestellen.

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