Immobilienmakler

Der Umgang mit britischen Maklern

Wie in Deutschland, so gibt es auch in England seriöse und weniger seriöse Immobilienmakler. Aber man gerät verhältnis­mäßig selten an ein »Schwarzes Schaf« unter den Agenturen.

Immobilienmakler

Es empfiehlt sich sehr, sich einem Estate Agent anzuvertrauen, dessen Geschäft zu einer der großen Gruppen wie The Guild of Professional Estate Agents gehört und in der National Association of Estate Agents (NAEA) organisiert ist, eine Organisation, die das britische Gegenstück zum VDM darstellt und die auch im Internet finden.

Man kennt in England noch eine weitere Spezies der Immo­bilienmakler: den Relocation Agent. Während der Estate Agent immer nur im Auftrage eines Verkäufers aktiv wird, handelt der Relocation Agent im Interesse eines Käufers, von dem er mit der Suche nach einem Objekt beauftragt wird. Je genauer der Kunde vorgibt, was er sucht, desto maßgeschneiderter sind die Offerten, die er bekommt. Der Relocation Agent sieht sich die in Frage kommenden Objekte an, lässt sie von einem neutralen Gutachter schätzen, handelt mit dem Verkäufer einen Preis aus. Wer nicht unter Zeitdruck steht, hat als Käufer die besten Chancen, auf diese Weise sein Traumhaus zu finden.

Es gibt Maklerbüros, die beide Servicemodelle anbieten. Ihre Mitarbeiter handeln aber nicht in Personalunion; die Geschäfts­bereiche werden strikt getrennt gemanagt.

Chain free

In manchen Inseraten liest man den Hinweis chain-free. Eine »Kette« ( chain) entsteht dadurch, dass jemand ein Haus verkaufen möchte, dafür aber noch keinen Käufer gefunden hat, während er selbst aber bereits die Option auf ein neues Objekt abgegeben hat, dessen Besitzer sich entweder seinerseits vor irgend ein Auszugsproblem gestellt sieht oder erst dann auf Unterschrift und Geld hoffen kann, wenn ein Nachfolger sein bisheriges Anwesen verkauft und das Geld dafür kassiert hat. Die Kette Käufer-Verkäufer-Käufer-Verkäufer kann aus drei, vier oder noch mehr »Kettengliedern« bestehen; je mehr es sind, desto komplizierter wird es, und desto mehr Zeit vergeht, bis alle Beteiligten ihr Ziel erreicht haben und die Kette sich auflöst. Ist ein Haus chain-free, unterliegt der Verkäufer also keinem kettenbedingten Handlungs­zwang.

Vermittlung von Mietobjekten

Makler, die sich auf die Vermittlung von Mietobjekten spezialisieren, sind findet man seltener. Die meisten sind in der Association of Residential Letting Agents organisiert; unter dieser Bezeichnung finden Sie deren Vertreter auf den Gelben Seiten und im Internet.

Jeder Makler in Großbritannien und ein in seinem Auftrag handelnder Notar ist an den Property Misdiscription Act von 1993 gebunden, der vorschreibt, dass einer Objektbeschreibung aus­schließlich Fakten, nicht Meinungen wiedergegeben werden dürfen. Floskeln wie » believed to be built in the 16th Century« oder » the nicest rual setting, in our opinion« haben in Offerten nichts zu suchen. Alle Angaben müssen für jeden Interessenten nachprüfbar ( supported by evidence) sein.

Es empfiehlt sich sehr, sich einem Estate Agent anzuvertrauen, dessen Geschäft zu einer der großen Gruppen wie The Guild of Professional Estate Agents gehört und in der National Association of Estate Agents (NAEA) organisiert ist, eine Organisation, die das britische Gegenstück zum VDM darstellt und die auch im Internet finden.

Man kennt in England noch eine weitere Spezies der Immo­bilienmakler: den Relocation Agent. Während der Estate Agent immer nur im Auftrage eines Verkäufers aktiv wird, handelt der Relocation Agent im Interesse eines Käufers, von dem er mit der Suche nach einem Objekt beauftragt wird. Je genauer der Kunde vorgibt, was er sucht, desto maßgeschneiderter sind die Offerten, die er bekommt. Der Relocation Agent sieht sich die in Frage kommenden Objekte an, lässt sie von einem neutralen Gutachter schätzen, handelt mit dem Verkäufer einen Preis aus. Wer nicht unter Zeitdruck steht, hat als Käufer die besten Chancen, auf diese Weise sein Traumhaus zu finden.

Es gibt Maklerbüros, die beide Servicemodelle anbieten. Ihre Mitarbeiter handeln aber nicht in Personalunion; die Geschäfts­bereiche werden strikt getrennt gemanagt.

Chain free

In manchen Inseraten liest man den Hinweis chain-free. Eine »Kette« ( chain) entsteht dadurch, dass jemand ein Haus verkaufen möchte, dafür aber noch keinen Käufer gefunden hat, während er selbst aber bereits die Option auf ein neues Objekt abgegeben hat, dessen Besitzer sich entweder seinerseits vor irgend ein Auszugsproblem gestellt sieht oder erst dann auf Unterschrift und Geld hoffen kann, wenn ein Nachfolger sein bisheriges Anwesen verkauft und das Geld dafür kassiert hat. Die Kette Käufer-Verkäufer-Käufer-Verkäufer kann aus drei, vier oder noch mehr »Kettengliedern« bestehen; je mehr es sind, desto komplizierter wird es, und desto mehr Zeit vergeht, bis alle Beteiligten ihr Ziel erreicht haben und die Kette sich auflöst. Ist ein Haus chain-free, unterliegt der Verkäufer also keinem kettenbedingten Handlungs­zwang.

Vermittlung von Mietobjekten

Makler, die sich auf die Vermittlung von Mietobjekten spezialisieren, sind findet man seltener. Die meisten sind in der Association of Residential Letting Agents organisiert; unter dieser Bezeichnung finden Sie deren Vertreter auf den Gelben Seiten und im Internet.

Jeder Makler in Großbritannien und ein in seinem Auftrag handelnder Notar ist an den Property Misdiscription Act von 1993 gebunden, der vorschreibt, dass einer Objektbeschreibung aus­schließlich Fakten, nicht Meinungen wiedergegeben werden dürfen. Floskeln wie » believed to be built in the 16th Century« oder » the nicest rual setting, in our opinion« haben in Offerten nichts zu suchen. Alle Angaben müssen für jeden Interessenten nachprüfbar ( supported by evidence) sein.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in England.

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