Krankenversicherung

Gute Behandlung zu erschreckend hohen Preisen

In den USA gibt es keine Pflicht für eine Krankenversicherung. Die Folge: Ca. 15% aller Amerikaner haben überhaupt keine Kran­kenversicherung; das sind ungefähr 40 Millionen Menschen!

Krankenversicherung

Es bleibt also jedem selbst überlassen, ob er eine Krankenversich­erung abschließt, oder nicht. Es gibt jedoch Betriebskrankenkas­sen wie die „Health Maintenance Organisations" (kurz: HMO), die mit den deutschen Krankenkassen zu vergleichen sind. Sie funktionieren auch ähnlich, d.h. man zahlt einen festen monatlichen Betrag ein und wird dann von der „Solidargemeinschaft“ mitge­tragen, bzw. trägt diese mit.

Die Kosten für die Betriebskrankenkassen obliegen natürlich dem jeweiligen Betrieb; wobei nicht alle Betriebe eine Betriebskrankenkasse haben (insbesondere nicht im Niedrig­lohnbereich).

Die HMO legen großen Wert auf vorbeugende Unter­suchungen ihrer Versicherten, die durch einen der jeweiligen Orga­nisation angegliederten Arzt durchgeführt werden. Das Ziel ist die Kosten gering zu halten und Krankenhausaufenthalten vorzubeu­gen. Es gibt bei den HMO`s keine freie Arztwahl, es muss immer ein Arzt der Organisation die Untersuchung durchführen, wenn der Betrag bezahlt werden soll.

Medicaid

Zusätzlich bezahlt man noch einen geringen Lohnanteil für „ Medi­care“, die Krankenversicherung für Rentner und Behinderte, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen können.

Sozialhilfeempfänger bekommen einen staatlichen Versicherungs­schutz, die „ Medicaid“. Die Leistungen unterscheiden sich je nach Bundesstaat, insgesamt wurden im Jahr 2000 fast 200 Milliarden US-Dollar für Medicaid ausgegeben. Dies war der größte Posten im Sozialleistungsprogramm der USA.

Hervorzuheben bleibt, dass von der Medicaid nur das absolut notwendigste zum Überleben einer Person bezahlt wird, es also keine wirkliche Alternative zu einer guten (und damit teuren) Krankenversicherung darstellt. Ein kleines Beispiel aus der Praxis...

Als ich kürzlich zum Arzt musste, wurde mir gleich am Telefon ge­sagt, dass man nur noch Privatpatienten annehme. Als ich mich dann als „Selfpayer“ zu erkennen gab, wurde ich behandelt.

Zweigeteiltes Krankenwesen

Als Selfpayer bekommt man oftmals einen hohen Rabatt auf die Arztrechnung, wenn man den Betrag gleich bezahlt. So konnte ich von meiner 1.500 US-Dollar Rechnung 500 US-Dollar ein­sparen, weil die Rechnung von mir gleich per Scheck bezahlt wurde.

Dieses kleine Beispiel soll verdeutlichen, dass auch in Amerika das Krankenwesen zweigeteilt ist. Nicht alle Ärzte akzeptieren Ver­sicherte oder gar Medicaid Patienten. Die wirklich guten Ärzte be­handeln vorwiegend Privatpatienten.

Kosten für den Arztbesuch

Die Kosten für einen Arztbesuch in Amerika sind legendär hoch, denn kein Arzt wird Sie ohne eine eingehende Generaluntersuch­ung behandeln. Der Grund ist der hohe Prozentsatz von Klagen, denen die Ärzte ausgesetzt sind. Deshalb schließt so gut wie jeder Mediziner eine sündhaft teure „ Liability Insurance“ ab, eine Ver­sicherung gegen Regressansprüche der Patienten. Da die Kosten der Regressansprüche meiner Ansicht nach völlig aus dem Rah­men laufen, sind die Kosten für eine Liability Insurance extrem hoch. Im Umlauf sind Summen von 100.000 US-Dollar Beitrag pro Jahr.

Nun ein kleines Beispiel aus der Praxis zum Thema Krankheits­kosten in den USA:

Wegen einer Rückenoperation musste ich im November 2006 in ein Krankenhaus. Nachdem der Arzt die Notwendigkeit der Operation anerkannt hatte und die Dauer des Aufenthalts in der Klinik mit einem Tag festgesetzt hatte, wurde ich zur Verwaltung des Krankenhauses geschickt, um eine grobe Schätzung der Kosten zu erhalten. Sie lag bei ca. 35.000 US-Dollar. Zwei Tage später erhielt ich die schriftliche Schätzung in Höhe von 67.000 US-Dollar!

Daraufhin suchte ich erneut die Krankenhausverwaltung auf. Nach meinem freundlichen Hinweis, dass ich weder Bill Gates noch Rockefeller sei, wurde mir ca. eine halbe Stunde später die Summe von ca. 27.000 US-Dollar genannt. Immer noch eine horrende Summe für einen eintägigen Krankenhausaufenthalt, jedoch ist die Einsparung von ca. 40.000 US-Dollar für eine halbe Stunde salbungsvoller Worte nicht zu verachten! Die Devise sollte also sein: Handeln wie auf einem orientalischen Basar! Aufgrund der enormen Kosten lassen sich immer mehr Amerikaner auch im Ausland, beispielsweise in Europa oder Indien, behandeln.

Für einen vorübergehenden Studien-, Forschungs- oder Prakti­kumaufenthalt gibt es von der Victoria Versicherung eine Sonder­regelung über die Fachhochschule Hannover. 

Es bleibt also jedem selbst überlassen, ob er eine Krankenversich­erung abschließt, oder nicht. Es gibt jedoch Betriebskrankenkas­sen wie die „Health Maintenance Organisations" (kurz: HMO), die mit den deutschen Krankenkassen zu vergleichen sind. Sie funktionieren auch ähnlich, d.h. man zahlt einen festen monatlichen Betrag ein und wird dann von der „Solidargemeinschaft“ mitge­tragen, bzw. trägt diese mit.

Die Kosten für die Betriebskrankenkassen obliegen natürlich dem jeweiligen Betrieb; wobei nicht alle Betriebe eine Betriebskrankenkasse haben (insbesondere nicht im Niedrig­lohnbereich).

Die HMO legen großen Wert auf vorbeugende Unter­suchungen ihrer Versicherten, die durch einen der jeweiligen Orga­nisation angegliederten Arzt durchgeführt werden. Das Ziel ist die Kosten gering zu halten und Krankenhausaufenthalten vorzubeu­gen. Es gibt bei den HMO`s keine freie Arztwahl, es muss immer ein Arzt der Organisation die Untersuchung durchführen, wenn der Betrag bezahlt werden soll.

Medicaid

Zusätzlich bezahlt man noch einen geringen Lohnanteil für „ Medi­care“, die Krankenversicherung für Rentner und Behinderte, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen können.

Sozialhilfeempfänger bekommen einen staatlichen Versicherungs­schutz, die „ Medicaid“. Die Leistungen unterscheiden sich je nach Bundesstaat, insgesamt wurden im Jahr 2000 fast 200 Milliarden US-Dollar für Medicaid ausgegeben. Dies war der größte Posten im Sozialleistungsprogramm der USA.

Hervorzuheben bleibt, dass von der Medicaid nur das absolut notwendigste zum Überleben einer Person bezahlt wird, es also keine wirkliche Alternative zu einer guten (und damit teuren) Krankenversicherung darstellt. Ein kleines Beispiel aus der Praxis...

Als ich kürzlich zum Arzt musste, wurde mir gleich am Telefon ge­sagt, dass man nur noch Privatpatienten annehme. Als ich mich dann als „Selfpayer“ zu erkennen gab, wurde ich behandelt.

Zweigeteiltes Krankenwesen

Als Selfpayer bekommt man oftmals einen hohen Rabatt auf die Arztrechnung, wenn man den Betrag gleich bezahlt. So konnte ich von meiner 1.500 US-Dollar Rechnung 500 US-Dollar ein­sparen, weil die Rechnung von mir gleich per Scheck bezahlt wurde.

Dieses kleine Beispiel soll verdeutlichen, dass auch in Amerika das Krankenwesen zweigeteilt ist. Nicht alle Ärzte akzeptieren Ver­sicherte oder gar Medicaid Patienten. Die wirklich guten Ärzte be­handeln vorwiegend Privatpatienten.

Kosten für den Arztbesuch

Die Kosten für einen Arztbesuch in Amerika sind legendär hoch, denn kein Arzt wird Sie ohne eine eingehende Generaluntersuch­ung behandeln. Der Grund ist der hohe Prozentsatz von Klagen, denen die Ärzte ausgesetzt sind. Deshalb schließt so gut wie jeder Mediziner eine sündhaft teure „ Liability Insurance“ ab, eine Ver­sicherung gegen Regressansprüche der Patienten. Da die Kosten der Regressansprüche meiner Ansicht nach völlig aus dem Rah­men laufen, sind die Kosten für eine Liability Insurance extrem hoch. Im Umlauf sind Summen von 100.000 US-Dollar Beitrag pro Jahr.

Nun ein kleines Beispiel aus der Praxis zum Thema Krankheits­kosten in den USA:

Wegen einer Rückenoperation musste ich im November 2006 in ein Krankenhaus. Nachdem der Arzt die Notwendigkeit der Operation anerkannt hatte und die Dauer des Aufenthalts in der Klinik mit einem Tag festgesetzt hatte, wurde ich zur Verwaltung des Krankenhauses geschickt, um eine grobe Schätzung der Kosten zu erhalten. Sie lag bei ca. 35.000 US-Dollar. Zwei Tage später erhielt ich die schriftliche Schätzung in Höhe von 67.000 US-Dollar!

Daraufhin suchte ich erneut die Krankenhausverwaltung auf. Nach meinem freundlichen Hinweis, dass ich weder Bill Gates noch Rockefeller sei, wurde mir ca. eine halbe Stunde später die Summe von ca. 27.000 US-Dollar genannt. Immer noch eine horrende Summe für einen eintägigen Krankenhausaufenthalt, jedoch ist die Einsparung von ca. 40.000 US-Dollar für eine halbe Stunde salbungsvoller Worte nicht zu verachten! Die Devise sollte also sein: Handeln wie auf einem orientalischen Basar! Aufgrund der enormen Kosten lassen sich immer mehr Amerikaner auch im Ausland, beispielsweise in Europa oder Indien, behandeln.

Für einen vorübergehenden Studien-, Forschungs- oder Prakti­kumaufenthalt gibt es von der Victoria Versicherung eine Sonder­regelung über die Fachhochschule Hannover. 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Leben und Arbeiten in den USA.

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